Exzess in Gummi – Teil 2

Der Türsummer ertönte. Routiniert, antrainiert und erwartungsfroh nahm der Sklave auf der Straße Haltung  an, denn die Türkamera war auf ihn gerichtet. Ohne Zögern setze er sich dann in Bewegung  durch die Haustür, in die alten Gemäuer, die vertraute Treppe hinauf.

Wie immer  machte er einen kurzen Gang durch die innere Checkliste – Hatte er die Armbanduhr abgelegt ? Diese würde die Herrin beim Fesseln stören, ein klassiches Fettnäppfchen. War er  rasiert ? Füße gepflegt und spitze Zehennägel geschliffen ? Handy aus, Präsent in der Hand ? Unter der Jacke trug er ein Gummishirt, unter dem Schal ein Sklavenhalsband, unter der Hose eine Latexhose, wusste er doch wie sehr die Lady diesen Anblick auf dem Sklavenfleisch mochte. Er wusste zwar nicht, was heute bei dieser spontanen Audienz auf dem  Programm stehen würde, aber er fühlte, dass er gut vorbereitet war.

Schon vom unteren Treppenabsatz aus sah er die Maske. Dieses Teil hatte er noch nie getragen, er ahnte aber ungefähr welche es sein könnte, hatte er doch heimlich einmal einen Blick auf die bizarre Kollektion von Lady Patricia erhaschen können. Oben angekommen sah er den weiten, am Hals etwas zulaufenden Gummisack der Henkersmaske. Augenöffnungen gab es keine, vor dem Mundbereich eine kleine Perforation. Daneben lag ein kleiner Gurt zum zuziehen, sowie ein Paar Handschellen. Keine Nachricht, lediglich dies stumme Ansage der Maske: “Setz mich auf!  Ich werde dir den Atem nehmen.”  Es war komplett geräuschlos in dem Flur, seit dem Ertönen des Türsummers hatte er von seiner Herrin nichts mehr gehört, aber er wusste genau, dass diese Utensilien hier nicht zufällig auf dem Treppengeländer lagen.

Wie immer drohte er jetzt trotz all der guten Vorbereitung in Hektik zu verfallen, weil seine Besitzerin es doch immer wieder schaffte ihn ins kalte Wasser zu werfen, mit ihren bizarren und strengen Ideen. Mit zittrigen Händen streifte er sich die  Maske über, schaffte es gerade noch die Mundperforation nach vorne zu bringen. Er sah nichts mehr, ein Umstand der dem Verstand doch immer wieder etwas abverlangt. Prompt hatte er vergessen wo er das Präsent für die Herrin abgelegt hatte, aber er würde jetzt keine kostbare Zeit verlieren. Schnell streifte er den Zurrgurt über die Maske und zog ihn am Hals fest. Wo eben noch Frischluft nach oben strömte, wurde es nur schlagartig warm und stickig. Das schwere Latexmaterial zog sich bei jedem Einatmen zusammen, und die kläglichen Luftmengen durch die Mundöffnungen erschienen wie Hohn. Kein Zweifel wo nun die Handschellen hingehörten. Ohne Zögern rasteten diese am Rücken ein, so wie er es gelernt hatte – möglichst unbequem für den Diener, Handflächen nach außen – möglichst bequem für die Lady, Schloßöffnungen nach oben.

Der Sklave kniete sich hin und wartete, er wusste, dass es nun galt mit der Luft sparsam umzugehen, er musste jetzt ruhig bleiben und die Herrin gebührend begrüßen sobald sich die Tür zu ihrem Atelier öffnete.

Lady Patricia hatte natürlich sowohl durch die Türkamera als auch durch den Türspion ihren Diener  beobachtet, besonders weil dieser nur wehrlos war und sie ihn somit keinen Augenblick aus den Augen lies, um jederzeit eingreifen zu können. Das Morgenoutfit hatte die Lady noch einmal gewechselt. Sollte der besondere Gast vor der Tür die Herrin heute sehen dürfen, so würde er sie kaum erkennen, der Körper von Kopf bis Fuß und von Zeh- bis Fingerspitze in einem schwarzen Catsuit, darüber ein langes Cape, komplettiert mit einer bedrohlichen Maske. Er würde sehen, dass die Herrin heute keine Kompromisse machen würde. Sie sah, wie er das kleine Kistchen, wahrscheinlich ein geschmackvolles Präsent, achtlos im Flur vergessen hatte, als er nun durch die geöffnete Tür in das Atelier robbte. Der Atem ging schon zischend, die ganze Statur sagte Patricia, dass die Maske ihre auszehrende Wirkung nicht verfehlte. Ihr Diener war jetzt schon voll konzentriert, roch Gummi und roch nun dazu den Duft seiner Besitzerin der wie andressiert die Lust nach Unterwerfung in ihm weckte. Die Tür fiel in Schloss, wieder kein Geräusch.

Von oben herab schaut die Herrin auf den Körper herab, der noch halb in Straßenkleidung stecke, der aber schon den ersten Schritt in die Fesselung getan hatte. Ihre Beine stecken in Latexoverknees, 12cm Absätze, hoch über den kriechenden Sklaven schauten die Augen der Lady konzentriert herab, die Möglichkeiten auslotend, bizarre Pläne schmiedend. Der Wurm – 1548 – bewegte sich nicht, langsam ging der Atem.

Ohne Vorwarnung glitten die  behandschuhten Gummihände der Lady in die Regenjacke die der Sklave noch über dem Latexshirt anhatte. Eher er merkte was geschah klemmten beide Brustwarzen im eisernen Griff der Herrin. Was für ein Genuss es war wie die Atmung sich sofort veränderte, unnachgiebig wurde der Druck verstärkt, sah sie das  Reißen an den Handschellen, immer mehr verstärkte sie  den Druck bis sie das vertraute Ächzen und Keuchen hörte, Musik in den Ohren der Domina.

Die Herrin ließ ab, stellten ihre Heels auf die Schulter des Wurms, grub den spitzen Absatz hinein, ließ ihm  keine Sekunde Zeit sich auf das folgende vorzubereiten.

“Alles ausziehen außer der Maske !  Dass du das Geschenk im  Flur hast liegen lassen habe ich gemerkt, das wirst du zu spüren bekommen”. Schnell sperrte sie die Handschellen auf, kostete noch ein wenig das unbeholfene Spiel aus, wie der Sklave in Rekordzeit versuchte sich seiner Kleidung zu entledigen. Diese Zeit nutzend schlang sie eine Eisenkette um den Hals des Dieners, zog sie mit einem Karabiner fest und nutze dies als primitive, harte Methode ihn vom Eingangsbereich in das Herz ihrer Latexsammlung zu zerren – In  das Gummizimmer.

Fortsetzung folgt.

Exzess in Gummi – Teil 1

Manchmal hat die Herrin bereits beim Aufstehen ein ungefähres Bild davon, unter welcher Überschrift der kommende Tag verlaufen sollte. Hat sie an einem Tag mehr Lust auf ein hartes Spanking, kann sie am kommenden Tag mehr in Bondage-Laune sein. An anderen Tagen hingegen entscheidet sie ganz Spontan, nach Lust und Laune.

An diesem Samstag morgen jedoch, war bereits vor der ersten Tasse Kaffee die Entscheidung klar – dieser Tag würde ganz im Zeichen von  Latex stehen.

Denn als die Lady direkt nach dem Aufstehen, statt den Morgenmantel zufälligerweise einen roten Latexkimono aus ihrem Schrank zog, war spontan ihre Lust auf dieses Material entfacht. Schnell hüllte sie ihren Körper in das kühle, glatte Material. Bizarre und auch aufregende Outfits wollen schließlich getragen werden, denn nur so kommen sie voll zur Geltung. Der schnöde Begriff “Gummi” aus der Überschrift ist an dieser Stelle schon fast Beleidigung.

Und gleich nach dem roten Kimono ging es weiter. War die Lust einmal geweckt, sollte das Outfit perfektioniert werden und der Körper unter den dünnen Schichten verschwinden. So fiel die Wahl auf schwarze, oberarmlange Latexhandschuhe sowie weite, schwere Latexoverknees. Nachdem alles angelegt und geglättet war, genoss die Herrin das noch kühle, glatte und gepuderte Gefühl, des makellos blanken Gummis auf ihrer Haut.

Es würde weiter gehen, viel weiter. Sie wusste, der Gast den sie heute haben würde, würde die andere Seite dieses Materials kennen lernen. Die bizarre, fesselnde Seite. Dünne Schichten von Latex würden die Freiheit nehmen, den Atem nehmen, die Sicht rauben. An diesem Abend würde sie aus allen Rohren schießen, aus einem Grund den sie nicht recht fassen konnte, gierte sie geradezu nach einem Latexexzess.

Ihr Gast, ein Multifunktionssklave den die Herrin regelmäßig zu Belastungsproben zu sich zitierte, war noch eine Stunde entfernt, aber schnell bekam er Anweisung sich heute besonders gründlich zu rasieren, und makellos sauber bei seiner Besitzerin zu erscheinen. Lady P. trank ihren Kaffee, in voller Latexbekleidung auf dem noch kühlen morgendlichen Balkon. Sie musste sich setzen,  so viele sadistische Ideen und Bilder drängten sich ihr in den Kopf wenn sie an ihren Delinquenten dachte. Ein Blick auf die Uhr drängte zur Eile.

Im Gummiraum angekommen, schweifte der Blick über die Vielfalt an Möglichkeiten. Anzüge, Masken, Säcke, Zwangsjacken undefinierbare Gebilde bei denen nur die Herrin den Zweck kannte, deren Anblick sie an ihrem Opfer genießen würde. Der Duft des Gummis drang ihr in die Sinne, schnell ging sie mit ihren behandschuhten Fingern Stück für Stück durch. Der Sklave würde diesen Anblick wenn überhaupt, dann nur in Schemen erahnen. Durch milchige Latexmasken würde er in den schummrig beleuchteten, düsteren Raum blicken, wenn die Herrin dies denn überhaupt gestatten würde. Bereits vor der Tür ins Reich der Lady wartete ein schwarzer Gummisack, nämlich eine Henkermaske ohne Augenöffnungen, der Gast würde nichts sehen wenn er in das Verließ kroch. Danach würde es schnell gehen, die Herrin würde heute keinerlei Kompromisse eingehen, was die Restriktionen des Sklaven anging. Doch davon wusste dieser noch gar nichs.

Die Lady sah auf die Uhr.

5, 4, 3, 2, 1 – Auf die Sekunde genau drückte 1548 den Klingelknopf. Das Spiel konnte beginnnen….

 

 

 

 

 

 

Rivalen

Der Sklave 1548 hatte auf dem weichen Leder Platz genommen. Sein Körper ruhte auf dem Prügelbock, ein gefürchteter, doch ihm bereits so vertrauter Ort. Das einzige Kleidungsstück das er trug war eine dünne Latexmaske, die nur den Zweck hatte, ihm die Sicht auf seine Umgebung zu nehmen. Was um ihn herum geschah konnte er nur gedämpft hören, nur erahnen.

Die Herrin hingegen sah alles und kostete den Moment noch etwas aus, ließ ihren besonderen Gast noch etwas das Vogelgezwitscher durch das halb geöffnete Fenster hören, die frische Luft über sein Sklavenfleisch streichen, bevor die nächste Phase begann. Es war alles vorbereitet, der Sklave war sozusagen angerichtet, damit das Spiel gleich beginne konnte. Sie wusste, dass er gerade den Moment der Entspannung auskostete, das warme Leder unter sich und seine Erzieherin neben sich spürte.

Sein Atem war nun ruhig, er hatte allein durch den Tastsinn den Weg von der Eingangstür zu dem Fesselbock gefunden, war ohne zu Zögern darauf zugekrochen. Er machte sich keine Illusionen, dass der heutige Nachmittag hart, sehr hart werden würde, denn er hatte die Herrin in den Tagen zuvor durch Faulheit und Nachlässigkeit sehr enttäuscht.

Schnalle um Schnalle schloss sich jetzt langsam das Leder um seine Glieder, Lady Patricia ließ sich für Fesselung Zeit. Sie sorgte dafür, dass ihr Sklaventier so fest und sicher wie möglich an das Metall des Prügelbocks gebunden war, dass er spürte wie eine Flucht verunmöglicht wurde.

Zuletzt wurden die Hände an dem breiten Halsband gefesselt, dass die Herrin ihm angelegt hatte. Nun lag er immer noch bequem auf dem Leder, konnte immer noch die Natur und die Alltagsgeräusche draußen hören, genoss den Geruch von Leder, Gummi und dem Parfum seiner Herrin, dass er langsam einatmete . Doch er war nun unfrei, konnte nicht mehr aufstehen, nicht mehr seinen wehrlos nach oben gestreckten Körper vor dem Zugriff der Lady schützen.

Als er nun hörte wie die Fenster geschlossen, und die Vorhänge zugezogen wurden, und die Herrin leise Musik auflegte, war ihm klar, dass die Entspannung nun zu Ende war. Ein leises Kitzeln auf seinem Rücken – ein dünner Lederriemen wurde spielerisch über ihn geführt. Es konnte nun jeden Moment soweit sein.

Sklave1548 wusste, dass er einiges auf dem Strafkonto hatte, Vergehen wie Schlampigkeit, Faulheit und Vergesslichkeit. Doch die Frage, die Lady Patricia ihm nun stellte, war nicht die nach dem Strafmaß:

“Die Herrin hat eine Überraschung für den Wurm, rate welche es ist!”.

Das darauf folgende Gestammel unter dem Latex amüsierte die Lady köstlich. Mit einigen Hieben zum Aufwärmen spornte sie ihn zu immer idiotischeren Antworten an, zuletzt sogar “G..Gibt es etwa keine Abstrafung?”, bis es ihr zu langweilig wurde und sie langsam, ganz langsam den Reißverschluss vor den Augen der Gummimaske öffnete.

“Keine Abstrafung… also wirklich”… 1548 sah nach vorne, sah sich selber, oder genauer gesagt jemand der auf gleiche Weise gefesselt war, eine gleiche Maske aufhatte, keine zwei Schritte entfernt. “Ganz im Gegenteil – heute gibt es nicht nur eine, sondern zwei Bestrafungen”. Die ratlosen Blicke der beiden Opfer wunderten die Lady gar nicht, keiner der beiden war informiert worden, keiner konnte wissen was nun geschehen würde. Laut  und fest erklärte Patricia die Regeln:

“Heute bekommt ihr beide eine besondere Ehre. Denn heute legt ausnahmsweise IHR das Strafmaß fest.” – noch ging keinem der beiden ein Licht auf. Die Blicke der Sklaven glitten über das strenge Antlitz ihrer Erzieherin, Reithose, Militärjacke, strenge Bluse, alles in grau-weiß, dazu schwarz glänzende Stiefel. Während sie weitersprach, streifte die Herrin sich eine weiße Plastikschürze über, wissend welch ungute Assoziationen dies auslösen würde.

“Bevor ihr lange rätselt: Die Regeln sind einfach – In jeder Runde bestimmt einer von Euch wie viel Hiebe, maximal hundert, mit welchem Instrument der jeweils andere erhalten wird” – die Lady zeigte auf einen Köcher mit bedrohlichen Schlagwerkzeugen. “Danach ist der andere an der Reihe, und darf sich rächen – Ihr seid also besser… <nett> zueinander”

Sie ließ die Regeln und deren Konsequenzen etwas in die gefesselten Kandidaten einwirken, “Doch alles hat ein Ende: Wer das Wort zum Abbruch spricht, es lautet “VERLIERER”, der zahlt diese Behandlung für beide, außerdem tritt derjenige in einer Woche zu  einer Sonderaudienz an, die es in sich haben wird”.  Wenn ich in dieser Hinsicht einen Ratschlag geben darf…” Die Lady schmunzelte, “versucht besser nicht zu verlieren”.

Für ein paar Sekunden konnte man nur noch die leise Hintergrundmusik hören, denn die Delinquenten hatten sogar vergessen zu atmen. Die Lady warf eine Münze, und rief: “1548 beginnt”.

Als dieser sich nicht sofort äußerte, immer noch schockiert von der Situation, nutzte die Herrin einen dünnen Rohrstock um ihm auf die Sprünge zu helfen.

“20 mit dem Spazierstock Herrin”, rief der Sklave plötzlich, hätte sich am liebsten auf die Zunge gebissen, ahnte er doch, dass die Rache seines Nachbarn folgen würde. Doch als er dessen zornigen Blick sah, war es 1548 dann doch recht zu sehen wie die Lady den Stock ergriff und ohne Pause die 20 auf den Hintern des anderen verabreichte. Er musste unter dem Latex schmunzeln als er sah wie der zornige Blick in einen Ausdruck der Unterwürfigkeit überging. Eine Pause, der andere atmete durch.

“Ich höre.”

“100 mit dem Rohrstock!”

Die Lady ging konzentriert zur Sache, verabreicht die 100 unter Abzählen und mit voller Härte. 1548 jaulte auf, bereute mit dem ersten Gebot so hoch vorgelegt zu haben, versucht den Wunsch zu unterdrücken es dem anderen heimzuzahlen. Das Wissen, dass seine Herrin ihm die Strafe gab, besänftigte ihn, doch zum Schluss siegte der niedere Instinkt.

“100 mit dem Gummistock Herrin!”. Die Genugtuung tat gut, das kurze Abkühlen des Körpers während die Lady mit der Genauigkeit eines Metronoms die hundert verabreichte war ein Genuss. Er war nur noch von dem Gedanken getrieben, nicht als Verlierer hervorzugehen.

“100 mit der Lederpeitsche”, die Erzieherin schüttelte nur noch mit dem Kopf – anstatt sich das Leben einfach zu gestalten – zogen beide nun immer die 100 aus dem Köcher, gaben sich gar nicht mehr irgendwelchen gegenseitigen Pausen hin, gönnten sich nichts mehr.

Am Ende stand der Ochsenziemer, bedeckte das erste Rot die weiße Schürze der Lady, vor ihr die Sklaven die nur noch einen Willen kannten: Vor ihrer Herrin nicht zu versagen. Wie Rennpferden strich sie ihnen über den Rücken, legte Pausen ein, gab Ihnen zu trinken. Sie genoss die Geräusche, das knirschen der zusammengebissenen Zähne, das scharfe Atemgeräusch. Kein Gedanke mehr an das Vogelgezwitscher und die Alltagswelt da draußen!. Mit jedem neuen Schlaginstrument fand die Herrin neue Stellen, neue Zielgebiete, genoss wie sie die niederen Instinkte ihrer Diener provozierte, wie beide leicht erigiert waren durch die perverse Reizüberflutung.

Am Ende entschied die Herrin, dass es keinen Verlierer gab.

Beide Sklaven lagen erschöpft in ihren Fesseln, es war an der Zeit die Wunden zu versorgen. Jeder Rachegedanke war ihnen entwichen, sie spürten nur noch die Hitze ihrer Körper, die Nähe der Herrin und die Freude nicht versagt zu haben.

Kurz darauf waren die Masken wieder verschlossen, die Fenster geöffnet, und Herrin Patricia rauchte in Ruhe eine Zigarette, und betrachtete ihr Werk.

 

 

 

 

Der Geldsklave – vierter Teil

Die Lady hatte in weiser Voraussicht einen Regenschirm mitgenommen. Alles in allem war sie dennoch passender für den Dauerregen gekleidet, trug sie doch einen langen, dennoch elegant-dünnen Ledermantel. Ihr Haar blieb trocken, denn während sie nun gekonnt und gelassen auf ihren Highheels von Geschäft zu Geschäft schlenderte, stand neben ihr der Sklavenanwärter und hielt den Schirm aufgespannt.

Der Sklave war nur in Hemd und Hose und einer dünnen Jacke, beinahe durchgeweicht, wagte es jedoch nicht den Schirm in seine Richtung zu bewegen.

Für ihn  lief sein Antrittsbesuch oder Vorstellungsgespräch, oder was immer er sich nach seiner Bewerbungs-mail vorgestellt hatte, vollkommen anders ab als erwartet. Seit er die erste SMS der Lady erhalten hatte, war er nur noch im Sklavenmodus, genoss geradezu den Kontrollverlust und den Ansporn der Herrin alles zu ihrer Zufriedenheit zu erledigen. Als sie auf der Fahrt in die Stadt sich sein Portemonnaie nach hinten reichen ließ tat er dies ohne zu Zögern, die Lady würde sicher die Angaben seiner Bewerbungsmail nachprüfen. Als sie ihn beim Aussteigen mit der Hundepeitsche bestrafte, nahm er dies auf Knien entgegen, wusste er, dass sein Versäumnis der gnädigen Herrin die Wagentür zu öffnen, absolut dazu Anlass bot.

Nun jedoch war er plötzlich allein. Er stand im Regen vor einer Parfümerie, den Schirm hatte Patricia ihm freundlicherweise gelassen. Die Herrin hatte ihn dort geparkt, abgestellt wie ein Pferd. Sie war allein in den Laden gegangen. “Du wartest hier” hatte sie gesagt, und nun eine halbe Stunde später,  kam er sich einmal so deplaziert vor. Er spürte die neugierigen Blicke der Passanten, ob seiner durchweichten und merkwürdigen Erscheinung. Langsam spürte er, wie der Gedanke an Ungehorsam aufkam. Die Herrscherin war ihm mit einer solchen Kühle und Arroganz begegnet, hatte ihn taxiert wie ein Besitzstück. Kein Wort der Anerkennung, knappe Kommandos, einmal die Peitsche. Wo waren seine Fantasien der Herrin auf Knien Tribute zu leisten und dafür Lob zu erhalten? Was tat er hier eigentlich allein in der Dunkelheit? Sein Handy gab einen Klingelotn von sich, er sah darauf :

“Du kommst rein zum bezahlen”

Plötzlich lief es ihm heiß den Rücken hinab – er sah auf, sah durch die Eingangstür in das hell erleuchtete Kosmetikgeschäft, sah direkt in die Augen der Herrin, die mit dem Finger nur eine einzige Bewegung machte, ihn unmissverständlich zu sich, zur Kasse zitierend. Wie an einer unsichtbaren Leine gezogen setzte er sich in Bewegung.

Er sah schon weitem die beiden Verkäuferinnen, beide vielleicht um die zwanzig, die ihre Blick fest auf ihn gerichtet hatten – die Situation ließ keinerlei Missverständnisse zu. Natürlich hatte die Herrin die Damen in das besondere Einkaufsverhältnis eingewiesen. Er spürte die neugierigen Blicke auf sich, und konnte und wollte dennoch nicht mehr zurück.

“Warum dauert das so lange ?”, zischte die Herrin, schob ihn förmlich an die Kasse, wo der Betrag schon von der Kasse in das Karten-Lesegerät gewandert war. Fünfhundertachzig Euro – er musste schlucken, sah die Artikel angedeutet in den Einkaufstaschen. Ein Prickeln ging durch seine devote Existenz, als der Betrag den Besitzer wechselte, er den Reichtum der Herrin mehrte. Nun waren ihm die amüsierten Blicke der Damen egal, er genoss die Nähe seiner zukünftigen Besitzerin, sog ihren Geruch nach Parfüm und Leder ein.

“Gut gemacht mein Wurm”, flüsterte Patricia ihm ins Ohr “Ich glaube deine Bewerbung hat gute Chancen”, dabei tätschelte sie ihm sanft die Wange.

“Mach der das öfters?” Eine Stimme, mit ausländischem Akzent in seinem Rücken.

Er sah sich erschrocken um, blickte auf zwei junge Damen, wahrscheinlich Schülerinnen. Die beiden standen Kaugummi kauend hinter ihm, in Kapuzenpullis und Jeans und weißen Turnschuhen gekleidet. Sie hatten das Geschehen offensichtlich beobachtet denn das genüssliche Grinsen über ihren Gesichtern sprach Bände. Der Sklave brachte kein Wort heraus, merkte dann,  dass er gar nicht angesprochen worden war.

Der Griff der Herrin in seinem Nacken war eisern. “Habe ich dir erlaubt dich umzusehen?” sagte sie so laut, dass wirklich der ganze Laden es hätte hören können, wären noch andere Kunden dort gewesen. Das Kichern in seinem Rücken wurde lauter und ungehemmter. Er sagte nichts mehr, hielt die Frage für eine rhetorische. “Ich habe dir eine Frage gestellt!”.

“Nein, Herrin, der Sklave bittet um Verzeihung” , stammelte er.

Die Lady antwortete den Mädels die nun über das ganze Gesicht grinsten – “Ja, das macht der öfters, das macht ihn sogar geil, nicht wahr?”.

Die Antwort kam ohne zögern “Ja, Herrin”.

“Und du würdest den beiden Damen hier doch sicher die Einkäufe bezahlen, dafür, dass du sie so schamlos angestarrt hast ?”.

Der Sklave wäre nun am liebsten im Erdboden versunken, tiefrot im Gesicht blieb ihm nichts anderes übrig als einzuwilligen.

“Ich glaub das hier nicht…”, sagte die jüngere der beiden eine vielleicht 18 jährige Türkin, lud schnell die Einkäufe vor der amüsierten Kassiererin ab, während ihre Freundin schnell und ungeniert ihren Einkaufskorb mit einem Flakon ihres Lieblingsparfums, dass sie sich sonst nicht leisten könnte, aufstockte. Als alles eingescannt war, standen immerhin 160 Euro auf dem Display. Wie um die Sache schnell hinter sich zu bringen, war der Diener schon mit seiner Kreditkarte zur Stelle, doch natürlich war er durchschaut.

“Du zahlst Bar”. Herrin Patricia wusste, dass er genug im Portemonnaie hatte, und hatte bemerkt, dass er sich schnell aus der Situation winden wollte. Doch diese Sklavenbewerbung würde es noch in sich haben.

Er sah in das hämisch grinsende Gesicht der jüngeren, die gerade begann die Möglichkeiten zu erahnen, “Runter auf die Knie, und überreich mir die Kohle”. Er tat wie befohlen, und erst als die andere anfangen wollte dieses Event zu filmen – denn glauben würde ihnen dies sicher niemand – machte die Herrin seiner Erniedrigung ein Ende und führte ihn hinaus in den Schutz der Dunkelheit.

“Knie dich hin.” sagte die Lady leise, den Gehorsam bereits selbstverständlich vorraussetzend. Von  oben herab ruhte ihr Blick ruhig und fest auf dem Sklaven. Eine Handbewegung reichte, und er überreichte ihr ein weiteres Mal seinen Geldbeutel, wo sie sich in Ruhe bediente, ihm die Scheine zeigte die nun in ihren Besitz übergingen. Genau musterte die Fürstin seine Reaktion. Zufrieden sah sie wie er nicht aufmuckte, diesen Moment geradezu zu genießen schien. Als sie ihm das Portemonnaie zurückgab war die Entscheidung gefallen: “Deine Bewerbung ist angenommen. Ich gebe dir ab jetzt 24 Stunden Zeit es dir nochmal anders zu überlegen. Wenn ich nichts von dir höre bist du mein, verstanden?”

“Ja. Herrin, der Sklave hat verstanden”.

“Überleg es dir gut – du hörst von mir”. Mit einer Hand schloss sie ihm die Augenlider, wandte sich um und verschwand in der Nacht.

 

Der Geldsklave – Dritter Teil

Der Herrin blieben zwei Stunden um sich auf die Ankunft ihres Bewerbers vorzubereiten. Sie hatte nur wenige Sklaven in dieser besonderen Stellung, und dies war nicht der einzige Kandidat.

Der Entschluss stand fest: Gerade weil dieser Bewerber bisher alles richtig gemacht hatte, und gerade weil er fast zu gut auf die Anforderungen der Lady passte, würde sie ihn durch einen Abend voller Prüfungen laufen lassen. Sie würde keine Abstriche machen und den Sklaven zur vollen Unterwerfung zwingen, nicht weil er es verdient hätte, sondern einfach weil die Herrin es so wollte. Sie wollte sich dieses mal nicht mit Mittelmaß zufrieden geben, sondern suchte echte sklavische Unterwerfung.

Leider schien das  Wetter einen Strich durch die Rechnung zu machen, denn es zog eine Gewitterfront auf, und nur eine halbe Stunde vor der befohlenen Ankunftszeit schüttete es in Strömen. Doch gerade dieses Gewitter brachte Lady Patricia den besonderen Geistesblitz. Ein sadistisches Lächeln glitt über ihr Gesicht, ein Lächeln, dass ihrem Diener eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Dieser war gerade damit beschäftigt die Stiefel der Dame einzuschnüren, um sich dann mit seiner Zunge pflichtbewusst und eingeübt der Reinigung  derselben zu widmen. Die Herrin hatte sich nämlich eben erst für dieses besondere Vorstellungsgespräch gekleidet.

Heute war Leder die Kleidung ihrer Wahl, von dem sommerlich-hellen Outfit der Mittagsstunde war nichts mehr übrig geblieben: Eine enge Lederhose steckte in kniehohen Reitstiefeln. Darüber: eine langärmlige Lederbluse, langer Ledermantel, Handschuhe. In der verregneten Abenddämmerung würde sie fast unsichtbar sein. Lediglich die streng zurückgebundenen blonden Haare bildeten einen Kontrast, doch selbst diese konnte sie unter der Kapuze des Mantels verschwinden lassen. An den Gürtel hakte sie eine armlange Hundepeitsche ein, weiterhin ein Futteral mit einem Paar Handschellen.

Heute würde sie nichts dem Zufall überlassen, außerdem liebte sie diesen “Kampfanzug”, der ihren Dienern stets eine kompromisslose Herrin signalisierte. Während der Regen draußen sich zu einem Unwetter zusammenballte, eilte die Lady mit ihrem Hausdiener zur Garage, wo ihre schwarze Limousine auf sie wartete. “Parkstraße 5, beeile dich”, die knappe Anweisung der Lady, die sich natürlich zu ihrem bizarren Date chauffieren lies. Dabei ein Blick auf den GPS-Tracker in ihrem  Handy, das Unwetter schien den Bewerber nicht abzuhalten, denn dieser hatte sein Ziel fast erreicht und war nur noch einen Kilometer von seinem Ziel entfernt.

Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er ortskundig war, und sein pünktliches, vorzeitiges Erscheinen konnte nur einem guten Navigationssystem und geringem Verkehrsaufkommen geschuldet sein.  “Da ist aber jemand viel zu früh – erster Fehler”, sprach die Herrin lächelnd  zu sich selbst, erntete einen verduzten Blick ihres Chauffeurs, schnell tippte sie eine SMS – “Die Herrin erwartet Blumen, 10 rote und 5 gelbe Rosen”. Jetzt war es sicher vorbei mit der gemütlichen Fahrt.

Im Auto des Sklavenbewerbers rasten die Gedanken durch dessen Kopf: “Was mache ich eigentlich hier, was wird mich erwarten, warum mache ich überhaupt weiter…” Während die Gedanken sich im Kreise drehten, zeigte das Navi die immer geringer werdende Entfernung zum Ziel der Reise an. Tief in seinem Inneren gewann seine Sklavennatur die Oberhand, konnte er nicht mehr abbrechen, musste er herausfinden was geschehen würde, was die Herrin mit ihm vorhatte. Er, das war ein normaler, gut verdienender, leider dank einer Scheidung allein stehender siebenundreißigjähriger Mann. Paul war sein Name, und er war seit dem Absenden der  Bewerbung mit keinem Gedanken in seinem bisherigen Alltag verblieben. Geldverdienen, Schlafen, irgendwelche Hobbies – all  das hatte er gerade Vergessen, denn seine Zufriedenheit über die pünktliche Ankunft war durch den Eingang des neuen Befehls einer sklavischen Ergebenheit gewichen. Der einzige Gedanke: “Wo bekomm ich jetzt die Blumen her ?” Schnell sucht er einen Parkplatz, fand einen, die Straßen waren bereits mehrere Zentimeter mit Wasser bedeckt, so stark regnete es. Er hielt an, und zwar ausgerechnet vor  einem Blumenladen.

Und so kam es, dass die Herrin nur wenige Minuten später bemerkte, dass der Punkt auf dem GPS -Tracker wieder in Bewegung kam, der Bewerber würde pünktlich sein. “Der Junge macht es mir nicht einfach…” , dachte sich die Lady, die erstaunt bemerkte wie dieser “Paul” die Klippen umschiffte. Eine weitere SMS: “Du steht links von der Eingangstür, Nase an der Wand, Blumen in der rechten Hand auf dem Rücken”.

Der Regen ließ plötzlich nach, und als die Herrin nur noch hundert Meter von der etwas heruntergekommenen Bankfiliale am Stadtrand entfernt war, wies sie ihren Fahrer an anzuhalten. Sie hatte nämlich beobachtet wie ein Mann der von passender Größe und Statur gerade aus einem 5er BMW ausstieg, und umständlich einen Strauß Rosen von der Rückbank hervor kramte. Offenbar war dieser von dem schlechten Wetter überrascht worden, trug er doch tatsächlich ein Kurzarmhemd.  Jetzt wusste Patricia, dass alles genau nach Plan laufen würde. “Die Herrin steigt aus, du fährst nach Hause und reinigst den Wagen”, wies sie den Fahrer an. Dieser eilte schnell um das Fahrzeug herum, um der Dame die Tür aufzuhalten und die Lady glitt ganz in schwarz hinaus in die Abenddämmerung. Als der Wagen sich entfernt hatte,  gab es nur noch zwei Menschen in diesem Spiel: Die Besitzerin und das zukünftige Eigentum.

Es war mittlerweile genau 18 Uhr 30, und der Bewerber war in Position gegangen. Weit und breit kein Mensch, die Sonne bereits hinter den Häuserfronten verschwunden, perfekte Vorraussetzungen für ein erstes Kennenlernen. Leise wie eine Katze trat die Lady hinter den Bewerber. Breitbeinig stand er da, wahrscheinlich um sich etwas festeren Stand zu sicheren, balancierte er doch seine Nase gegen die Hauswand, den Blumenstrauß auf dem Rücken mit zwei Händen umfasst. Auch hier schien er woeder alles mustergültig machen zu wollen. Seine Grenzen würde er dennoch bald aufgezeigt bekommen.

Einen halben Meter Entfernung, kein Wort aus dem Mund der Besitzerin, sie genoss die wachsende Anspannung. Minute um Minute verstreicht, er riecht das Parfum, die Lady sieht Schweiß in seinem Nacken. Der Fisch hatte angebissen, nun war es an der Zeit ihn an Land zu holen.

Blitzschnell geschahen nun drei Dinge: Der Bewerber, nervös geworden, drehte seinen Kopf etwas zur Seite. Im selben Moment hörte er das  Ratschen von Handschellen und nur einen Moment später glitten diese um seine Handgelenke. Wie unter Strom nahm er wieder Position an. Die  Lady hakte die Hundepeitsche aus, schlang diese um den Hals des Sklaven und zog ihn fest zu sich heran.

Zum ersten Mal hörte Paul nun die Stimme, die von nun an Besitz von ihm ergreifen würde. Die Herrin zischt in sein Ohr: “Deine Ungeduld wirst du noch bereuen, dir stehen zwei schwierige und kostspielige Stunden bevor. Bist du dazu bereit ?”

Paul, in seinem unpassenden Sommeroutfit, spürte das Leder auf seiner Haut, atmete den Duft der Herrin ein, war gerade wahnsinnig froh diesen Schritt getan zu haben. Trotz der engen Lederschlinge um seinen Nacken brachte er ein deutliches “Ja Herrin, ich bin bereit” hervor. Die Herrin lächelte: “Gut, dann auf zu deinem Auto. Es geht in die Fußgängerzone. Ich hoffe es kennt dich hier niemand, denn du wirst heute noch viele Tüten schleppen”.

-Fortsetzung folgt-

 

 

Geld-Sklave Teil 2

Die Lady hatte dem Sklaven in  der Nachricht kein Zeitlimit gesetzt. Sie wusste, dass der Bewerber es ohnehin nicht würde einhalten können. Zu groß war der Anfangsschock durch die schnelle Nachricht der Lady, nur drei Stunden nach Versand der Bewerbung. Zu groß die Verwirrung, die tausend Gedanken.

“Vom wem kommt die SMS ?” Die Handynummer erscheint zwar, ist aber unbekannt.

“Was wenn es Zufall ist, was hat es mit dem Befehl auf sich, eine GPS Tracker App zu installieren? “.

Tausend Gedanken überschlagen sich auf seiten des Bewerbers, zugleich in der Gewissheit, dass mit jeder verstrichenen Minute er bei der Herrin Minuspunkte sammeln würde.  Der zukünftige Sklave hatte seine Bewerbung mehr aus einer Laune heraus abgesandt, vielleicht hatte er zwei, oder drei Tage darüber nachgedacht und sich dann entschlossen seinem Wunsch nachzugeben.

Er hatte eine Dienstreise genutzt, um die Zeit im Hotel zur Niederschrift zu nutzen. Dabei bemerkte er, dass er sich wohl unterbewusst schon auf diesen Tag vorbereitet hatte, so leicht ging es  ihm von der Hand, persönliche und intime Details der Herrin preiszugeben, nur damit er eine Chance hatte angenommen zu werden. Denn darum ging es ihm wirklich, gefordert werden, und dieser beeindruckenden Lady zu Diensten zu sein und dies mit dem größten Fetisch der heutigen Gesellschaft: Dem Geld.

Als er dann den Mauszeiger über der Senden-Taste schweben lies, und schließlich nach kurzem Zögern auf “Senden” drückte, tat er es mit der Vorahnung, dass nun jemand nach und nach mit Haut und Haar Besitz von ihm ergreifen könnte.

Kurz darauf war dieser Schritt getan,  die Aufregung der Bewerbung verflüchtigte sich schnell, denn er rechnet an diesem Abend nicht mit Antwort. “Der Beginn ist eine sehr delikate Phase”, wie man sagt und er konnte nicht Wissen, dass die Lady noch am selben Abend einige sprichwörtliche Delikatessen für ihn vorbereiten würde

Und so kam sie – die SMS – wie eine kalte Dusche. Runter von der Couch, Fernseher aus, der Puls schnellte nach oben. Erstaunt bemerke er, dass während er noch über Absender und Zweck grübelte, seine Finger schon gehorchten und die App bereits ausgewählt war.

Die Herrin in ihrer Villa hingegen hatte sich nach dem Versand der SMS ihrem Diener zugewandt, der vorher so wenig Disziplin gezeigt hatte. Während die Sonne langsam zum Horizont wanderte, schallte das Knallen des Rohrstocks durch die Abenddämmerung. Dabei war die Lady maximal entspannt, konnte sie doch dem Bewerber gegenüber die Spielregeln festlegen und gleichzeitig ihn wie eine Spielfigur führen.

Das Handy der Dame klingelte, eine SMS war eingegangen. Nachdem sie den Diener streng abgestraft hatte, ergriff sie das Mobiltelefon und las zu ihrem Erstaunen, dass der Bewerber genau die eine richtige Antwort geschickt hatte: Das Passwort und den Zugang für die GPS-Tracker-App auf seinem Handy. Er hatte dazu zwar fast eine halbe Stunde gebraucht, aber das war zweitrangig. Ergebnisse zählten.

Das Spiel konnte beginnen. Die Herrin loggte sich ein, sah genau wo ihr Bewerber war, sogar in welchem Hotel, schätzte die Zeit die er bei forscher Fahrt brauchen würde und schrieb:

“Du hast die Herrin warten lassen – nicht gut. Das geht von deiner Zeit ab. Es ist jetzt 16 Uhr, um 18.15 Uhr stehst in der Parkstraße 5 vor der Sparkasse und schaust die Wand an. ”

Drei Minuten später kam die Spielfigur auf dem Bildschirm in Bewegung, in Richtung Herrin, in Richtung Geldsklaverei.

Story: Geld-Sklave Teil 1

Ein Dienstagnachmittag in einer mittelgroßen Stadt in Deutschlands Westen. Ein Stapel Post liegt fein säuberlich auf einem silbernem Tablett, daneben ein silberner Brieföffner. Eine Dame liest konzentriert ihre Post. Eigentlich ein ganz alltäglicher Vorgang, der sich in einer gepflegten Villa, in einem makellosen, lichtdurchfluteten Arbeitszimmer abspielt.

Bei genauerer Betrachtung wird man sich allerdings fragen, wo heutzutage noch zwischen der Alltagspost und den Rechnungen noch so viele handschriftliche,  säuberliche und persönliche Briefe zu finden sind?

Sicherlich findet  man dies noch im Personalwesen vereinzelt, und auch dort hat die Email sicherlich alles Papier in den Schatten gestellt. Doch hier handelt es sich offensichtlich um eine Dame, die auf gepflegte Umgangsformen und sorgsam erstellte Kommunikation Wert legt. Und in der Tat handelt es sich gerade jetzt um eine Bewerbung die sie in der Hand hält, und diese ist ganz und gar nicht alltäglich. Wenig alltäglich ist auch der Anblick der Dame, in einer eleganten Bluse, strengem Rock und langen Handschuhen. Und noch weniger alltäglich ist das Material, dass sie heute auf ihrer Haut genießt, denn sie ist komplett in Latex gekleidet.

In der linken Hand hält Lady P. das Bewerbungsschreiben, die Rechte hält eine Reitgerte, das silberne Tablett mit der Post hält ein Sklave, ganz nackt zu ihren Füßen kniend. Dieser kniet auf dem Parkett, vor dem Sessel und er darf keinen Mucks von sich geben während die Herrin rhythmisch die Gerte gegen den abgebundenen, blau geschwollenen Hodensack klatschen lässt.

Die Lady ist dabei so sehr in den Text versunken, dass sie gar nicht bemerkt wie sie unterbewusst immer fester schlägt. Lediglich als der Diener einmal scharf einatmet, sieht sie auf. Er blickt in eisblaue Augen, die ihn fest und konzentriert ansehen. Ein gezielter Hieb, fester als alle zuvor, die Lady beobachtet schmunzelnd wie ihr Diener sich samt Tablett auf dem Boden windet, und geht danach den Brief noch einmal genauestens durch.

Es hat sich nämlich ein Sklave als Geldsklave beworben, was die Lady bereits mit Skepsis an die Sache herangehen lässt, denn in diesem Bereich liegen ihre Anforderungen hoch und viele Bewerber überschätzen ihren Willen zur Unterwerfung ganz erheblich.

Sorgfältig prüft sie die Herangehensweise die der Bewerber gewählt hat, um  in Betracht gezogen zu werden. Die handschriftliche Form hat bereits erste Pluspunkte eingebracht, hinzu kommt die strukturierte, professionelle Ausgestaltung. Wichtige Eckdaten, Name, Anschrift, Beruf, persönliche Lebensumstände. Warum gerade er für den Posten brauchbar sein sollte, und bei allem den Nutzwert für die Herrin in den Mittelpunkt stellend. Hinzu kam ein sauberes Foto. Die Lady sieht so viele Pluspunkte, dass sie genauestens nach irgendwelchen Fallstricken Asschau hält. Die Handynummer war selbstverständlich vorhanden, sowie der Wunsch, dass die Bewerbung Berücksichtigung finden würde. Das ganze hatte der Bewerber eingescannt und per Mail eingeschickt, die Diener hatten dies wiederum ausgedruckt und der Lady mit der Tagespost zur Lektüre vorgelegt.

Mit 200km Entfernung gab es eine erste Hürde im Ablauf, doch dies konnte der Herrin sehr egal sein, wusste sie ja, dass es der Bewerber sein würde der diese Hürde würde überwinden müssen. Das Schreiben war erst wenige Stunden vorher eingegangen, und gewiss rechnete er nicht mit einer schnellen Antwort, schaute aber sicher immer und immer  öfter auf sein Handy, mit der Gewissheit, Hoffnung und auch dumpfer Befürchtung dass die Lady ihn jederzeit kontaktieren könnte.

Als der Sklave nach all der Vorbereitung nämlich auf “Senden” gedrückt hatte, wusste er, dass er ab diesem Zeitpunkt nicht mehr würde einen Rückzieher machen können. Entweder er würde bestehen, angenommen werden und dienen, oder aussortiert werden, versagen und eine einmalige Chance vertan haben.

Die Lady zog ihren Terminkalender aus der Schreibtischschublade, und in der Tat hatte sie den Nachmittag bislang unverplant. Spontan fiel eine Entscheidung und die Herrin schrieb eine SMS:

“Du installierst folgende GPS-Tracker Software auf deinem Handy”, die Lady fügte den Link ein. Keine Anrede, keine weiteren Anweisungen, kein Gruß. Lediglich ein Befehl.

Nun tickte die Uhr, und die Herrin erwartete genau eine richtige Antwort auf diese SMS…

[Forsetzung folgt]

 

 

 

 

 

 

Berichte aus der Sklaverei