Geld-Sklave Teil 2

Die Lady hatte dem Sklaven in  der Nachricht kein Zeitlimit gesetzt. Sie wusste, dass der Bewerber es ohnehin nicht würde einhalten können. Zu groß war der Anfangsschock durch die schnelle Nachricht der Lady, nur drei Stunden nach Versand der Bewerbung. Zu groß die Verwirrung, die tausend Gedanken.

“Vom wem kommt die SMS ?” Die Handynummer erscheint zwar, ist aber unbekannt.

“Was wenn es Zufall ist, was hat es mit dem Befehl auf sich, eine GPS Tracker App zu installieren? “.

Tausend Gedanken überschlagen sich auf seiten des Bewerbers, zugleich in der Gewissheit, dass mit jeder verstrichenen Minute er bei der Herrin Minuspunkte sammeln würde.  Der zukünftige Sklave hatte seine Bewerbung mehr aus einer Laune heraus abgesandt, vielleicht hatte er zwei, oder drei Tage darüber nachgedacht und sich dann entschlossen seinem Wunsch nachzugeben.

Er hatte eine Dienstreise genutzt, um die Zeit im Hotel zur Niederschrift zu nutzen. Dabei bemerkte er, dass er sich wohl unterbewusst schon auf diesen Tag vorbereitet hatte, so leicht ging es  ihm von der Hand, persönliche und intime Details der Herrin preiszugeben, nur damit er eine Chance hatte angenommen zu werden. Denn darum ging es ihm wirklich, gefordert werden, und dieser beeindruckenden Lady zu Diensten zu sein und dies mit dem größten Fetisch der heutigen Gesellschaft: Dem Geld.

Als er dann den Mauszeiger über der Senden-Taste schweben lies, und schließlich nach kurzem Zögern auf “Senden” drückte, tat er es mit der Vorahnung, dass nun jemand nach und nach mit Haut und Haar Besitz von ihm ergreifen könnte.

Kurz darauf war dieser Schritt getan,  die Aufregung der Bewerbung verflüchtigte sich schnell, denn er rechnet an diesem Abend nicht mit Antwort. “Der Beginn ist eine sehr delikate Phase”, wie man sagt und er konnte nicht Wissen, dass die Lady noch am selben Abend einige sprichwörtliche Delikatessen für ihn vorbereiten würde

Und so kam sie – die SMS – wie eine kalte Dusche. Runter von der Couch, Fernseher aus, der Puls schnellte nach oben. Erstaunt bemerke er, dass während er noch über Absender und Zweck grübelte, seine Finger schon gehorchten und die App bereits ausgewählt war.

Die Herrin in ihrer Villa hingegen hatte sich nach dem Versand der SMS ihrem Diener zugewandt, der vorher so wenig Disziplin gezeigt hatte. Während die Sonne langsam zum Horizont wanderte, schallte das Knallen des Rohrstocks durch die Abenddämmerung. Dabei war die Lady maximal entspannt, konnte sie doch dem Bewerber gegenüber die Spielregeln festlegen und gleichzeitig ihn wie eine Spielfigur führen.

Das Handy der Dame klingelte, eine SMS war eingegangen. Nachdem sie den Diener streng abgestraft hatte, ergriff sie das Mobiltelefon und las zu ihrem Erstaunen, dass der Bewerber genau die eine richtige Antwort geschickt hatte: Das Passwort und den Zugang für die GPS-Tracker-App auf seinem Handy. Er hatte dazu zwar fast eine halbe Stunde gebraucht, aber das war zweitrangig. Ergebnisse zählten.

Das Spiel konnte beginnen. Die Herrin loggte sich ein, sah genau wo ihr Bewerber war, sogar in welchem Hotel, schätzte die Zeit die er bei forscher Fahrt brauchen würde und schrieb:

“Du hast die Herrin warten lassen – nicht gut. Das geht von deiner Zeit ab. Es ist jetzt 16 Uhr, um 18.15 Uhr stehst in der Parkstraße 5 vor der Sparkasse und schaust die Wand an. ”

Drei Minuten später kam die Spielfigur auf dem Bildschirm in Bewegung, in Richtung Herrin, in Richtung Geldsklaverei.

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