Shoppingbegleitung – Teil 3

Um dreizehn Uhr waren die Wasservorräte des Sklaven in seinem Blechgefängnis aufgebraucht, und er dachte daran an wie es wäre jetzt aufzubegehren. Der wachsende Druck in seiner Blase tat das übrige dazu. Die Herrin mochte nun zwar zuschauen, doch er dachte über seine Optionen nach. Leider stellte er dabei fest, dass er nur sehr beschränkt handlungfähig war und er eigentlich wenig Möglichkeiten hatte. Selbst wenn er den Wagen einfach zur  Autovermietung zurückbringen würde – wie sollte er dort erscheinen? Den Schianzug und die Fäustlinge hatte er ja selber mit Kabelbindern gesichert. Gedanken an die Enttäuschung und den anschließenden Zorn der Herrin gingen ihm durch den Kopf. Andererseits – hatte sie ihn womöglich vergessen ? Vielleicht würde es gar nicht ausmachen, wenn er nun einfach “abbrechen” würde ? Der Druck auf der Blase und die Hitze im Wagen wurden immer drückender. Er hatte schon lange die  Scheiben heruntergelassen, sich neugierigen Blicken aussetzend. Mit jedem Schluck den er trank um sich zu kühlen, verschlimmerte er den Harndrang. Er bemerkte nicht, dass die Meisterin schon eine Weile auf einer nahen Parkbank saß, die Augen hinter der Sonnenbrille verborgen, und den Anblick der unterworfenen Gestalt genoss. Genüsslich rauchte sie eine Zigarette und die schwächlichen Gesichtsausdrücke des Sklaven erregten nei ihr keinerlei Mitleid. Sie wollte, dass ihre Diener zufrieden dreinblickten, wenn sie von ihr beherrscht wurden. Die Grimassen des Sklaven waren vielmehr ein großer Ansporn für die Dame, ein Ansporn heute wirklich alles aus ihm herauszuholen, ihn über seine Grenzen zu führen, ob ihm dies gefiel oder nicht. Sie kannte seine Schwäche was die Kapazität seiner Blase anbelangte, und sah mit Genugtuung wie Liter um Liter Mineralwasser die Kehle des Sklaventieres hinabfloss. Oh, was würde er heute trainiert werden, sogar innerlich !

Sie schritte von hinten an die Beifahrertür, öffnete diese ohne Vorwarnung, stieg ein, sofort das erste Kommando – “Fahr Los richtung Autobahn! Und mach die Klimaanlage an!”

Der Sklave war geschockt, fiel er doch aus seinen theoretischen Gedanken in die Praxis der Dienerschaft zurück. Vergessen war für einen Augenblick die Hitze, vergessen der Druck auf der Blase. Lediglich die Nähe und der Wille der Fürstin zählte. Ein “Jawohl Herrin ! ” lag auf seinen Lippen, er erinnerte sich aber an das Sprechverbot und verkniff sich diesen Fehler.

Wie ferngesteuert gehorchte er, fädelte sich in den Verkehr ein. Die Herrin beobachtete genau, wie der Sklave reagierte und registriete erstaunt wie gut sein Gehorsam sich entwickelt hatte. Nach wenigen Minuten registrierte sie auch, wie der  Sklave anfing auf dem Sitz herumzurutschen, wegen des Sprechverbots jedoch nicht auf seine Notsituation aufmerksam machen konnte. Das Juckpulver unter dem Latex, und die Unmengen an Schweiß, in denen er gefangen war, taten das übrige ihn fernab von jeder Normalität und unter höchster mentaler Gefangenschaft zu halten.

Die Herrin hielt ihrem Diener, Leibsklaven und Fahrer nun eine große Flasche mit Apfelschorle hin. Im nettesten Tonfall flötete sie: “Du armer, dir muss ja bestimmt warm geworden sein während du auf mich gewartest hast. Ich hab dir etwas zu trinken mitgebracht.” Sie bebobachtete dabei die Gefühlsregungen im Gesicht des Sklaven, denn sie wurste, dass Durst das letzte war, an das dieser jetzt dachte. Seine Lippen zitterten, eollten sich dem Sprechverbot widersetzen. Doch dazu lies sie es nicht kommen:

“Los, austrinken! “. Die Zwei-Literflasche mit abgestandener, warmer Apfelschorle wanderte zum Diener. Die Herrin hatte diese mit ihrem Natursekt, Asche und einer  Prise Salz verfeinert. “Da siehst du, was  musst du einen Durst gehabt haben!” Und wie genoss sie den Anblick seiner Augen, als Schluck um Schluck die Kehle hinabfloss.

Als der Sklave nun die Adresse erfuhr – ein Möbelhaus in zweihundert Kilometer Entfernung – war er der Verzweiflung nahe. Wie sollte er sich nur Erleichterung verschaffen? Wie sollte er die Herrin auf seine  Lage aufmerksam machen?  Nach 20 Minuten wurden seine Bewegungen immer unruhiger. Die Lady sah die Beschilderung für einen Rastplatz und hatte eine Idee.

Für einen Sekundenbruchteil dachte sie noch “Das geht zu weit….sollst du wirklich ?”. Dann sprach sie es aus: “Der Sklave fährt ab, die Herrin muss die Toilette aufsuchen”.

“So mein Lieber”, dachte die Lady, “Prüfung Nummer 1”, und hörte wie ihr Fahrer scharf einatmete.

Fortsetzung folgt.

 

Advertisements

One thought on “Shoppingbegleitung – Teil 3”

  1. Die Story ist sehr unterhaltsam und amüsant (wie vieles in diesem Blog). Bitte bald fortsetzen! Die lange Pause zwischen dem ersten und zweiten Teil war ja in der Tat kaum auszuhalten 😉

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s