Shoppingbegleitung

Es ist Samstag und die Herrin will shoppen.

Genau genommen plant sie Möbel zu kaufen – und  dies in der Hektik einer Ansammlung von Einrichtungshäusern auf der grünen Wiese. Hektische Menschen überall, Stress, Schlangestehen.

Der Begriff “Shopping”  hingegen ist mehr dem entspannten Flanieren von Boutique zu Boutique vorbehalten, der Genuss der Auswahl und der Inbesitznahme sollte  im Vordergrund stehen.

Die Lady hat sich bereits Gedanken gemacht und sieht dem Tagesablauf dennoch ganz entspannt entgegen – denn im Gegensatz zu den allermeisten Menschen an diesem Samstag, hat sie eine Auswahl an Arbeitssklaven zur Verfügung, und einer davon wird zwangsweise den stressigen Einkauf in den Niederungen der Masse in einen prickelnden und angenehmen Shoppingtag verwandeln.

Während die Herrin nun also auf dem Balkon die ersten Sonnenstrahlen des frühlingshaft warmen Tages genießt, hat sie Gelegenheit ihre Einkaufsliste noch einmal gedanklich durchzugehen. Ihre Konzentration wird dabei hin und wieder dadurch abgelenkt, dass ihr geistesblitzartig neue Ideen kommen, wie sie dem Sklaven für seinen Einsatz danken wird. Der Leser denkt jetzt vielleicht an die ein oder andere Annehmlichkeit oder Arbeitserleichterung – die Lady hingegen denkt an Worte wie Drill, Vorführung, Blosstellung und Gehorsam.

Diese Gedanken halten sie aber nicht davon ab, die Einkaufliste zu vervollständigen, und erste Anweisungen per Handy an den Diener zu schicken. Wie praktisch doch die moderne Kommunikationswelt ist! Während die Dame auf dem Sessel ruht, die erste Zigarette des Tages genießt, in leichter Lederhose, bequemem Oberteil und ein kühles Glas Wein kostet – schickt sie ihren Lakaien per Textbotschaft von “A” nach “B”.

“A” ist im Moment die Autovermietung, wo er den Transporter gemietet hatte und “B” das Domizil der Lady wo bereits ein Überraschungspaket auf ihn wartet. Die Lady freute sich schon auf den Gesichtsausdruck, den der Sklave beim Anblick seiner Arbeitsuniform zeigen würde.

Als die Herrin schließlich ihren Diener – pünktlich – aber im Laufschritt auf der Straße erblickt, ahnt sie, dass dieser nun in genau der richtigen, demütigen Verfassung ist, um zum einen seine Herrin anzutreffen, und zum anderen bereits gut aufgewärmt in sein Tagesoutfit eingeführt zu werden.

 

 

 

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s