Das Bootcamp – Teil 3 – Musterung

Die Nacht verlief ruhig, bis auf den Sklaven 1548 der keinen Schlaf fand. Aufseherin Vanessa hatte die Sklaven in mit frischem Stroh ausgelegten Pferdeställen angekettet, jeweils an schweren Hals- und Handeisen, so dass sie die Jutesäcke über ihren Kopf nicht abstreifen konnten. Sklave 1548 hatte dabei besonders zugearbeitet und sogar seine Hände in vorauseilendem Gehorsam in die Handeisen gelegt, um durch Kooperation sich vielleicht Vorteile bei der Ausbilderin zu verschaffen. Er hatte versucht sie anzusprechen, ob er sich denn nun auf den Bauch oder auf den Rücken legen sollte, doch das war keine gute Idee. Ein sofortiger Tritt in seine Kniekehlen brachte ihn zu Fall und bevor das Licht gelöscht wurde hatte ihm Vanessa noch als “kleines Geschenk” eine Portion Juckpulver ins Gummi gestreut, so dass 1548 bei Tagesanbruch um fünf Uhr morgens noch keine Stunde geschlafen hatte.

Die bizarre Gruppe gummierter, schwitzender und sehr streng riechender Sklaventiere wurde nun in einen weiß gefliesten Nebenraum geführt und die Halseisen jeweils an Ösen in der Wand angekettet.

“Ihr werdet die Säcke und die Anzüge mit den Stiefeln nun Ablegen. Danach werdet ihr abgeduscht und dann geht es zur Musterung. Noch etwas, was sich jetzt in euren Stiefeln an Flüssigkeit befindet wird nicht verschüttet, wie gesagt, wir legen hier auf ordnungsgemäße Entsorgung und Naturschutz großen Wert”.

Als 1548 den Jutesack abstreifte, sah er die Aufseherin zum ersten Mal von Kopf bis Fuß, senkte aber sofort devot seinen Blick. Vanessa trug wie am Vortag eine Reithose und  staubigeStiefel, diesmal aus dunkelbraunem Leder, und wiederum das schwarze Poloshirt, doch jetzt konnte er die Aufschrift darauf sehen: “Erziehungscamp Lichtenau 2015”. Im Gürtel hing zugriffsbereit eine Reitgerte, und das ganze Auftreten strahlte Routine und Selbstverständlichkeit aus wie bei Menschen, die viel Übung im Umgang mit Tieren haben. Bald darauf standen alle Sklaven nackt vor der Aufseherin, was diese mit einem “So ist das fein !” quittierte. Der Geruch der sich jetzt in dem weiß gekachelten Raum ausbreitete schien sie nicht zu überraschen und sie inspizierte die Sklaven auf das genaueste.

Sorgsam kontrollierte die Aufseherin, dass die Neuzugänge am ganzen Körper rasiert waren, wie es in der Einladung gefordert war. Dabei reagierten die Sklaven recht unterschiedlich, manche geilte es auf und sie stellten ihre Erektion zur Schau, einem war es peinlich und er machte Anstalten seinen Sklavenschwanz zu verdecken. Beides korrigierte Vanessa kommentarlos mit einem kurzen Schlag der Gerte auf die Eier.

Nachdem die Sklaven mit einem scharfen kalten Wasserstrahl sowohl gereinigt als auch erfrischt für den Tag waren, wurden sie einzeln zu einer kurzen medizinischen Untersuchung geführt. Der Sklave 1548 war nackt, er folgte selbstverständlich Lady Vanessa durch einen betonierten Flur in den Untersuchungsraum.

Dabei fiel sein Blick durch eine offen stehende Tür in einen Raum, in dem eine merkwürdige Apparatur stand. Er dachte erst es sei ein Apparat zur Schweinebesamung, aber die Fesseln schienen eindeutig für einen Menschen gemacht. Während er noch darüber nachdachte sah Vanessa seinen Blick und musste schmunzeln.

“1548, du wirst sicher nicht erraten wozu dieser Raum dient.”, sagte sie mit amüsierter Stimme. “Dies ist euer privater Telefon-Raum, wo ihr Eure beiden Anrufe nach Hause machen könnt”. 1548 erkannte nun, dass die Melkmaschine in Wirklichkeit eine Arschfickmaschine war, und vor dem Kopfteil des Fesselbocks ein kleines altes Handy auf einem Hocker lag. Die Maschine war sicher nicht leise in dem betonierten Raum. “Mein lieber Sklave, wenn du glaubst, dass wir hier Ausnahmen für Anfänger machen hast du dich getäuscht. Ich werde viel Freude dabei haben wenn du hier deine Telefonate führst” . Ihm lief es eiskalt den Rücken herunter, hatte er doch bei den versprochenen zwei Telefonaten aus der Einladung an einige Momente der Ruhe und Intimität gedacht, doch der Zusatz “mit Einschränkungen” war nicht umsonst gemacht worden !.

1548 sah ganz und gar mit Unbehagen seiner Musterung entgegen; doch diese Verlief ohne große Überraschungen. Vanessa maß Temperatur, Blutdruck, Größen und Längen sowie natürlich das Gewicht, denn dies würde sicher am Sonntag Abend anders ausfallen, wie sie anmerkte. Nachdem dies erledigt war, wurde er nach draußen geleitet und an einem Pfahl befestigt, in dem die Hände seitlich in vorgefertigte Eisenschlingen geführt wurden. Der Jutesack kam wieder über den Kopf und 1548 sah der aufgehenden Sonne und einem anstrengenden Tag der Arbeit und Untwerwerfung entgegen, vor allem aber sehnte er sich nach der Stimme seiner Herrin, die nun bald die Neuzugänge in Augenschein nehmen würde.

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