Das Bootcamp – Teil 2 – Check-In

Der Transporter war in der Abenddämmerung durch ein kleines Waldstück auf eine umzäunte Lichtung gefahren wo ein großes Hofgut auf die Sklaven wartete, vor dessen Tor der Mercedes zum stehen kam. Die Tür wurde durch die Fahrerin aufgezogen und die Anschnallgurte gelöst. Die Skibrille des Sklaven1548 war ein wenig verrutscht. so dass er die Person kurz von hinten sah, die die Sklaven eingesammelt hatte. Blond, in Reithose und schwarzem Poloshirt, Haare nach hinten zusammen gebunden, sehr schlank und sicher einen Kopf kleiner als jeder Sklave in ihrer Fracht. 1548 musterte kurz seine Mitreisenden – zwei schienen jünger zu sein, vielleicht Anfang zwanzig, zwei in seiner Alter und einer vielleicht Ende vierzig. Einer der jüngeren war sichtlich beleibter – er fragte sich ob das ein Grund für dessen Teilnahme war ? Was die sechs unterschied, war die Reaktion auf die bizarre Situation. Manche schienen das Schwitzen und die Ungewissheit nicht zu ertragen und wanden sich, Erleichterung suchend, im glitschigen Gummianzug, dessen Reißverschluss sie selber gemäß der Anweisungen in der Begrüßungsmail mit einem kleinen Schloss verschlossen hatten. Andere schmatzen in ihre Knebel und waren sonst ruhig, und bei einem sah man wie er unauffällig seine Erektion am Gummi rieb, denn offenbar konnte selbst der speicheltriefende Schwamm im Mund der gegen die trockene Zunge presste, seiner Geilheit keinen Abbruch tun. Die Ohrstopfen wurden entfernt. “Alle aussteigen – Gesicht zum Wagen aufstellen ! Ihr seid aneinandergekettet – gebt acht . ” sagte sie ruhig, aber unmissverständlich. Die sechs bizarren Gestalten stiegen umständlich aus dem Wagen aus, und standen dann nach einigem Hin und Her in einer Reihe vor dem Fahrzeug. ” Ich bin Aufseherin Vanessa – zum Anfang das wichtigste – wir machen jetzt einen kurzen Check-In, richtig untersucht und eingekleidet werdet ihr später. Ihr macht was ich sage, ihr seid bis Sonntag Nacht immer in Ketten und wehrlos und sprecht erstmal kein Wort. Ich gebe euch gleich zu saufen, ich denke es war euch nicht zu kalt auf der Fahrt ?” 1548 musste bei diesem Scherz schlucken, hatte er doch genau neben der voll aufgedrehten Heizung gesessen. “Wer pinkeln muss lässt einfach ins Gummi laufen, falls noch nicht auf der Fahrt geschehen, keine Sorge wir recyclen hier fachgerecht.” Der zweite Satzteil gab ihm Rätsel auf, doch das Grunzen und erleichterte Stöhnen zu seiner rechten und linken zeigten ihm, dass seine Reisegenossen nun schamlos ins eigene Gummi pissten. Lady Vanessa unterbrach sein Grübeln als sie hinter ihn trat, die Skibrille abnahm und den Schwammknebel löste. 1548 sah nur die weiße Farbe der Fahrzeugwand im Kunstlicht, das von hinten auf die Gruppe schien. Aufseherin Vanessa hielt ihm nun einen Jutesack vor das Gesicht. “Den ziehe ich dir nun über den Kopf – ich denke du hast für heute genug gesehen von deiner Reise – mein lieber Anfänger” . Offensichtlich war seine Schummelei mit der Brille entdeckt worden ! Und Vanessa hatte keinen humorvollen Ton angeschlagen – sachlich kühl war ihre Ausdrucksweise. Der Sack wurde ihm schnell übergezogen und mit einem Strick am Hals festgezurrt. Bis auf ein grobes Loch im Mundbereich umgab er seinen Kopf vollkommen. 1548 hasste das Teil von der ersten Sekunde. Er sah nur noch Umrisse, hörte nur noch dumpf. Doch am schlimmsten war der Umstand, dass man einfach alte Jutesäcke für Pflanzen genommen hatte, halb vergammelt und dreckig und diese nun über die aufgereihten Sklavenschädel zog. Der Geruch erniedrigte mit jeder Sekunde und in 1548 schlich das ungute Gefühl hoch, dass seine Herrin mit ihrer Warnung recht gehabt haben könnte. “Ich führe euch nun zur Tränke, da könnt ihr saufen.” Kündigte die Aufseherin an, nachdem alle sechs wie Häftlinge ausgestattet waren. In einer Reihe, führte sie die bizarre Gruppe circa hundert Meter zu einer Wasserpumpe. Der vordere Sklave hatte ein Halsband um, an dessen Leine Vanessa die Richtung vorgab. Obwohl sie sicher einen Kopf kleiner war, als jeder Ihrer Schützlinge führte sie diese routiniert und ohne jede Unsicherheit. Die Männer in Fußketten und Handschellen und schweren Overalls hatten ohnehin keine andere Möglichkeit als zu folgen. Nach der 30 Grad Hitze des Tages war es jetzt in der Eifel kalt geworden, so dass der feuchte Sack dem Kopf von 1548 nass und muffig anlag. Dumpf hörte er die Worte der Aufseherin: “Ihr sauft jetzt, dann kommt ihr in Eure Boxen – heute Nacht dürft ihr noch normal euer Geschäft in den Anzug verrichten. Sprechen ist euch nicht gestattet. Wer hört wie ein anderer gegen diese Regel verstößt und mir das morgen nicht meldet, wird genauso bestraft wie der, der gegen die Regel verstoßen hat. Das gilt grundsätzlich hier im Camp – habt ihr das verstanden? ” . Keine Antwort. “Gut. Schweigen bedeutet: ‘Ja’. In Zukunft antwortet Ihr mit “Ja, Aufseherin”. 1548 hörte nun wie ein Eimer mit Wasser gefüllt wurde, merkte bei dem Geräusch wie sehr er bereits Durst verspürte, und nur einen Moment später der Duft von Parfum vor ihm und eine behandschuhte Hand in seinem Nacken. Vanessa drückte seinen Kopf, samt Sack, in den Eimer. Er war im Schock, schnappte nach Luft vor Scham wie ein Tier getränkt zu werden, bekam aber noch einige Schlucke Wasser hinab. Jetzt war ihm klar warum die Aufseherin hier nur von “Saufen” sprach und die Schlafplätze “Boxen” waren! Mit dem Einrasten der letzten Handschelle im Wald hatte er sich selber vom Möchtegern-Sklaven zum Sklaventier verwandelt – und die Aufseherin sah das ganz genauso. Langsam fing Sklave 1548 an seinen Stolz zu bereuen.

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