Die dünne Schicht – Atementzug

Eine hauchdünne Schicht aus Plastik, so dünn, dass bereits eine Mücke sie durchstechen könnte – eine durchsichtige Plastiktüte, normalerweise achtlos weggeworfen – so etwas Wertloses kann hin und wieder immense Wichtigkeit erlangen.

Für jemanden, den diese dünne Schicht vom Zugang zu Atemluft trennt, und der zusätzlich keine Möglichkeit hat, sich von dieser Barriere zu befreien, kann eine solche, wertlose Plastiktüte doch von großer und inniger Bedeutung sein.
Das Plastik bläht sich kurz auf, entfernt sich, um sich dann beim Einatmen anschmiegsam auf das Gesicht zu legen, jede Luftzufuhr wird dadurch unmöglich.

Der Gedanke an diese Situation kann einem Sklaven durchaus Schauer den Rücken hinunter jagen, so wie in meinem Fall, als Lady P. die Durchführung von Atementzug ankündigte. Gedanken an Experimente in der Kindheit drängten sich mir auf, Fesselspiele und riskante Aktionen, Gedanken an Panik und Hilflosigkeit. Aber auch der Nervenkitzel sich in diese Abhängigkeit zu begeben, ganz in die Hilflosigkeit gegenüber Lady P.
Wie die Herrin es gerne tut, lies sie mich über den Zeitpunkt dieser Behandlung im unklaren.
Doch ist eines so sicher wie das Amen in der Kirche: Wenn Lady P. etwas anordnet, ankündigt oder auch nur zart andeutet, so wird sich dies früher oder später auch in der Realität bewahrheiten.
Bei jeder Audienz zu Füßen der Gebieterin trat ich also in einer Mischung aus Angst und Neugierde an. Natürlich hatte ich mich über das Thema schon informiert und allerlei Vorstellungen davon, doch ist es sicherlich etwas anderes wenn man wirklich diese Hilflosigkeit an sich selber erlebt.

Und es sollte so kommen.

Bei einer Audienz befahl mit die Herrin im Sklavenstuhl Platz zu nehmen. Ich dachte mir nichts dabei und war eigentlich froh diesem Befehl nachzukommen, denn hierbei handelt es sich um ein im Grunde bequemes Möbel und Sklaven haben üblicherweise selten das Recht zu sitzen.
Als ich Platz genommen hatte, legte ich wie antrainiert die Hände und Füße vorsorglich in die angebrachten Fesselpositionen, damit die Herrin so schnell und bequem wie möglich agieren konnte, falls sie dies für nötig hielt.

Und es kam wirklich dazu, erst zog die Chefin die Gurte um meine Handgelenke fest, dann folgten meine Fußgelenke und die Oberarme. Jetzt wurde mir dann doch etwas mulmig zumute, vielleicht hatte ich mich zu früh über den Luxus des Sitzens gefreut.
Lady P. kontrollierte noch einmal den festen Sitz, dann entfernte sie sich aus meinem Blickfeld, das nun natürlich recht eingeschränkt war. Mein Blick schweifte durch den Raum, vom Sklavenkäfig über die bizarr schwarz-glänzenden Vorhänge bis zu den zahlreichen Fesseln die schon so manchem die Freiheit geraubt haben mussten. Ich war nun allein, und konnte erst einmal nirgendwo hin, ganz den Launen der Chefin ausgeliefert.

Ich hörte einmal wieder die Absätze der Meistern sich nähern – und noch etwas – ein Rascheln von Plastik.
Ich ahnte, dass nun die Zeit gekommen war – die Ankündigung der Herrin würde wahr werden.

“So mein kleiner – es ist nun endlich an der Zeit. Ich hoffe du freust dich schon.” schmunzelnd betrachtete Lady P. wie ich unbewusst die Fesseln an den Handgelenken austestete. Sie bemerkte sogar an der linken Hand etwas Spiel und zurrte diesen Gurt nach.
“Keine Sorge mein Lieber, du wirst das ganze hier ungestört von deinen Fingerchen genießen können. Und ich hoffe du hast zu Hause etwas geübt, wie ich es dir empfohlen habe. Aber glaube nicht, dass ich jetzt Gnade walten lasse !”, dabei entfaltete die Herrin raschelnd die Plastiktüte, ein transparentes, stabil aussehendes Modell, und warf mir diese, zu meiner Verwunderung, in den Schoß.
Doch wer glaubt, dass die Chefin nur geblufft hatte, der irrt sich gewaltig. Hinter ihrem Rücken zauberte Lady P. nämlich eine bizarre, Latexmaske hervor. Blitzschnell zog sie diese über meinen Kopf, Augen und Nase blieben frei, und als ich schon dachte damit sei es geschehen, schloss sich noch ein Reißverschluss und ich hatte plötzlich eine transparente Latexschicht vor Augen, die sauber und luftdicht an meinem Hals abschloss.
Unwillkürlich zog ich erneut an den Fesseln und warf meinen Kopf zur Seite, aber das milchige Latex vor meinen Augen war natürlich immer noch da, ich atmete hektisch aus, das Gummi blähte sich auf, und beim Einatmen legte sich das Gummi fest auf mein Gesicht.
So würde ich meine ausgeatmete Luft immer wieder einatmen, zugegebenerweise war diese mit einem schönen Gummiduft versehen, aber die Panik schlich sich langsam näher. Durch das transparente Latex sah mich Lady P. an: “Die Maske hat vor deiner Nase ein kleines Loch, konzentriere dich gut darauf, du wirst es brauchen”. Dabei hielt sie meinen Gummikopf mit beiden Händen fest, glitt auf dem Gummi herab und glättete das Latex.
Bei aller Aufregung und Ängstlichkeit, war diese Nähe – natürlich nur durch die Trennschicht der Maske – eine erregende Erfahrung so dass ich langsam anfing, mich genau auf die Atmung und die Berührung der Herrin zu konzentrieren. Schließlich wollte ich meiner Besitzerin ja keine Schande machen durch frühes Versagen.
Als die Lady P. merkte, dass ich langsam den Trick mit dem Atemloch raus hatte, entfernte sie sich ein paar Schritte, mich nicht aus den Augen lassend, kam wieder näher und sagte – “So, damit du es nicht zu gemütlich hast !”.
Im nächsten Moment bissen Brustwarzenklammern in meine Nippel, und einige Sekunden später floß der Reizstrom in mich, so dass ich scharf nach Luft rang.
Lachend genoss es die Herrin die Stärke weiter zu erhöhen, bis sie merkte wie ich vor Schmerzen die Zähne zusammen biss.
Langsam fing ich an zu schwitzen, der Schweiß perlte innen am Latex der Maske herunter, und ich fühlte mich wie in einem Treibhaus, das Geräusch des sich aufblähenden und kontrahierenden Gummis in den Ohren, und die Mischung aus Gummigeruch und dem Duft der Herrin in der Nase.
Ich musste mir eingestehen, dass es wie ein Rausch war, eine Überflutung der Sinne.
Jetzt war es so weit, die Chefin zog über das Latex die Plastiktüte, eine weitere Schicht Kunststoff ließ mich die Meisterin nur noch schemenhaft erkennen. Mit den Händen hielt sie die Tüte an meinem Hals zu. Ohne Zweifel bot ihr Sklave Lady P. nun einen bizarren Anblick.
In meiner kleinen Welt war nun alles auf Konzentration geschaltet, nur sparsames Haushalten mit der Atemluft zählte, gleichzeitig schaltete die Herrin den Strom noch eine Stufe höher.
“Na mein kleiner, ich hoffe du hast es nicht zu warm da drinnen, und was den Strom angeht – dies ist Stufe sieben. Möchtest du herausfinden, wie viele Stufen das Gerät noch hat ?”
Ich hatte zugegebenermaßen der Herrin zwar zugehört, mich an ihrer Stimme erfreut, aber dabei leider alle geistige Fähigkeit auf das Atmen angewandt, so dass ich nur ein “Ja” herausbrachte, ohne zu wissen, was ich da gerade bejaht hatte.
“Ganz wie du möchtest mein Lieber !” und im nächsten Moment keuchte ich, so sehr biss die Elektrizität in mich hinein.
Die Meisterin lüftete genau in diesem Moment die Tüte und drückte die Latexmaske so vor mich, dass ich durch das Loch etwas Frischluft bekam, ich genoss das Gefühl, dass mir die Herrin dieses Geschenk zuteil machte. Doch nach drei oder vier Atemzügen war ich wieder unter den hauchdünnen Schichten gefangen, dieses Mal länger als zuvor.
Bei all der Behandlung ging mir eines nicht aus dem Kopf: Was, wenn die Herrin nun einfach den Raum verließe ? Ich würde dann ziemlich schlechte Karten haben, aber gerade danach gierte ich in diesem Moment so, nach der totalen Abhängigkeit.
Als die Chefin nach dem vierten Durchgang, den Reißverschluss der Latexmaske öffnete, blicke sie ein dankbares Sklavenschweinchen an. Dankbar für die frische Luft, aber auch dankbar für die Erfahrung die ich machen durfte.
Als die letzte Fessel geöffnet war, fiel ich vor der Herrin auf die Knie, ganz unten, und brachte mich da in Position wo ich hingehörte, auf den Boden vor Lady P. die Zunge unter dem Profil ihrer Stiefel.

Ich hatte die Atemerziehung überstanden und schon gierte ich danach dies wieder zu erleben, wieder nur durch die Gnade der Lady P. atmen zu können.

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