Die dünne Schicht

Eine hauchdünne Schicht aus Plastik, so dünn, dass bereits eine Mücke sie durchstechen könnte, eine durchsichtige Plastiktüte, normalerweise achtlos weggeworfen – so etwas wertloses kann hin und wieder immense Wichtigkeit erlangen.

Für jemanden, den diese dünne Schicht vom Zugang zu Atemluft trennt, und der zusätzlich keine Möglichkeit hat, sich von dieser Barriere zu befreien, kann eine solche, wertlose Plastiktüte doch von großer und inniger Bedeutung sein.
Das Plastik bläht sich kurz auf, entfernt sich, um sich dann beim Einatmen innig und anschmiegsam auf das Gesicht zu legen, jedes weitere Einatmen wird dadurch unmöglich.
Der Gedanke an diese Situation kann einem Sklaven durchaus Schauer den Rücken hinunter jagen, so wie in meinem Fall, als Lady P. die Durchführung von Atementzug ankündigte. Gedanken an Experimente in der Kindheit drängten sich mir auf, Fesselspiele und riskante Aktionen, Gedanken an Panik und Hilflosigkeit. Aber auch der Nervenkitzel sich in diese Abhängigkeit zu begeben, ganz in die Hilflosigkeit gegenüber Lady P.

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