Die erste Begegnung mit Lady P.

Ich lernte Lady P. kennen als ich fünfunddreißig Jahre alt war.
Bis es dazu kam, sah es aus, als würden sich meine Gelüste für immer nur in der Fantasie abspielen. Nach der ersten Begegnung hat sich dies verändert, und die Versklavung durch die Fürstin ist nun äußerst real.
All die Jahre zuvor war natürlich das Internet mein Schlüsselloch, durch das ich in die andere bizarre Welt schaute, in der Strenge, Zucht und Disziplin in der Hand dominanter Frauen lag. Auf meiner Seite dieser Tür lag die Normalität des Alltages in den ich mich bequem eingelebt hatte, der mich aber mehr und mehr in wiederkehrender Monotonie erdrückte.
Es dauerte einige Jahre bis ich endlich auf das Inserat stieß, das alles in Gang setzte. In dieser Zeit erkannte ich, dass die Gemütlichkeit des Alltags eigentlich Langeweile und meine Nachlässigkeit in den häuslichen Pflichten lediglich für mich selber hinnehmbar war. Ich sehnte mich nach klarer, kompromissloser Erziehung durch eine überlegene Herrin – ich suchte nach Korrektur.
An einem Abend im Spätherbst, bei dem ich wie üblich mit dem Gedanken spielte, den Schritt in Richtung realer Unterwerfung zu gehen, aber wie immer Ausreden fand, stieß ich auf ein unscheinbares Inserat, verbunden mit einem Foto meiner zukünftigen Eigentümerin.
„Strenge, Zucht, Disziplin, Schmerz – Lasse deine Träume eindringliche Realität werden / Es erwartet dich Lady P.“
Darunter stand eine Handynummer, und als ich das kleine Foto betrachtete, spürte ich ein Prickeln meinen Rücken hinunter laufen, denn es blickte mich die Meisterin an, ganz in Leder, ruhig und fest, aber keineswegs arrogant. Was mein Herz aufgeregt pochen und meine Geilheit ansteigen ließ, war das Gebäude, das ich im Hintergrund erkannte: Das Foto war zweifellos in meiner Heimatstadt, nur wenige Kilometer entfernt aufgenommen worden.
Mit einem Mal waren meine Fantasien in greifbare Nähe gerückt. Das Standardargument der Entfernung fiel somit weg. Ich begab mich kurze Zeit später sogar an die Stelle, an der das Bild aufgenommen worden sein musste, und fühlte mich so schon einen kleinen Schritt näher an meinem Ziel. Die Nummer wusste ich bald auswendig, so oft hatte ich diese bereits in das Telefon getippt, aber nicht den Mut aufgebracht diese auch zu wählen. Bei einem dieser Wählversuche war es dann so weit, ein Zucken meines Fingers lies das Telefon die Nummer wählen, und wie hypnotisiert schaute ich auf das Hörersymbol und den folgenden Rufton. Als ich gerade auflegen wollte, hörte ich die Stimme der Meisterin.
„Ja?“ sagte eine kühle, klar artikulierte Frauenstimme. Sie hatte sicher schon unzählige Anrufe dieser Art gehabt, aber für mich war es, als ob der Kloß in meinem Hals durch die Leitung drängte. Nach etlichen Sekunden, gefühlten Minuten, schaffte ich ein „Hier ist Andreas. Ist… spreche ich mit, sind Sie Lady P. ?“ zu stammeln, worauf meine Gesprächspartnerin freundlich aber bestimmt, nach dem Grund meines Anrufs fragte: „Wie kann ich dir helfen Andreas ?“. Mir entging nicht, dass die Herrin mich naturgemäß duzte. Leider war ich auf diese Frage, wie auch auf das Gespräch nicht vorbereitet, so dass ich nun gar nichts mehr hervorbrachte. Ohne lange abzuwarten sagte die Herrin knapp:
„Andreas, du stehst übermorgen Abend 20 Uhr am Klosterplatz 5 vor der Haustür, dort ist eine Kamera, du wirst einen kleinen Blumenstrauß in der Hand halten“. Als ich gerade versuchte die Anweisung geistig zu verarbeiten und dann zu wiederholen, hörte ich das Signal aus dem Handy das mir zeigte, das die Herrin auf keinerlei Antwort mehr wartete und bereits aufgelegt hatte.
Ich musste mich erst einmal setzen, griff dann meinen Terminkalender und schon hatte ich die Hausnummer vergessen, schnell schrieb ich „Klosterplatz 5 oder 15 ?“ auf.
Nun war also der Anfang gemacht, und die Herrin lenkte bereits meine Schritte und vielmehr meine Gedanken. Ich würde an dem besagten Abend von einer Dienstreise zurückkehren, und es würde knapp werden mit 20 Uhr. Andererseits war mir hundertprozentig klar, dass ich genau zur vereinbarten Zeit an der hoffentlich richtigen Stelle stehen würde, um nicht gleich einen schlechten Eindruck zu hinterlassen.
Die nächsten 48 Stunden waren voller Arbeitsalltag, und doch fiel die Konzentration schwer, weil die Stimme der Herrin mit ihrer unmissverständlichen Anordnung noch in meinen Ohren nachklang, und ich den Übergang von der einen Seite der Tür in das Reich der Versklavung nun real vor mir sah.
Ich hätte einfach nicht hingehen können, ich hätte einfach alles so weiter laufen lassen können. Aber wollte ich das? Ich wollte diese Verbindung schaffen, und ehe ich mich versah fuhr ich bereits schnell die A1 herab, um noch Zeit zu haben, den Blumenstrauß zu organisieren und die Adresse zu finden. Es ging dann alles sehr schnell, die Zeit wurde knapp, und hektisch suchte ich um 19.45 Uhr einen Parkplatz am belebten Klosterplatz.
Die Herrin würde noch oft über meine Schlampigkeit und Hektik den Kopf schütteln und diese mit dem Rohrstock mir nach und nach austreiben, und der Anfang bildete hier keine Ausnahme. Mein Plan, einfach diejenige Hausnummer aufzusuchen, deren Tür eine Kamera aufwies, wurde durch die Tatsache zunichte gemacht, dass dies bei beiden der Fall war. Aus lauter Verzweiflung entschied ich mich für Hausnummer Fünf, und stand dann um Punkt 20 Uhr im Blickfeld der Kamera.
Es war ein warmer Septemberabend, und die Sonne stand tief, blendete mich, und nun wurde mir einmal bewusste, dass um mich herum das normale Leben seinen Gang ging, Leute in den Restaurants saßen und ich ziemlich deplatziert mit Blumen in der einen, und dem Handy in der anderen Hand schwitzend vor einer verschlossenen Tür stand. Mein Blick huschte hektisch zwischen dem Handy und der anderen Hausnummer hin und her, und ich überlegte in diesem Moment, wie es wäre einfach umzukehren und wie alle anderen auch in einem der Restaurants einzukehren, und die Fantasie Fantasie sein zu lassen.
Ein Summen ließ mich erschrecken, und auf das Handy blicken, auf dessen Display sich aber nichts tat. Nach etlichen Sekunden begriff ich, dass der Türsummer von jemand aktiviert worden war, und die schwere Eichentür einen Spalt breit sich geöffnet hatte. Wie ein Brennen auf den Wangen spürte ich den Blick der Herrin durch die Kamera auf mir ruhen. Jetzt wusste ich, gab es kein Zurück mehr. Die Tür durch die ich in die Sklaverei treten würde, lag vor mir, ich war an der richtigen Adresse angelangt.
Ohne weiter zu überlegen, trat ich durch die efeu-umrankte schwere Eingangstür in eine dunkle, kühle Eingangshalle. Schlagartig wurde die Alltagswelt draußen ausgeblendet, das Geräusch des Verkehrs und der Passanten wurde mit diesem einen Schritt ganz leise, und ich fühlte, wie ich immer tiefer in diesen Raum treten wollte. Ich sah vor mir eine steile, altertümliche Treppe, sowie eine weitere Eichentür, die aber verschlossen war. An der Wand hingen einige eiserne Leuchter, auf dem Steinboden lag ein schwerer roter Teppich, ansonsten war ich allein. Ich schloss die Eingangstür, und ging einige Schritte nach vorne, unsicher wie ich mich verhalten sollte. Die Herrin hatte sich weder über die Sprechanlage, noch über das Handy gemeldet, und mir wurde bewusst, dass lediglich ihre Worte am Telefon mich in diesen Raum gebracht hatten. Ich kam mir fehl am Platze vor, und mit einem Mal entschied ich, umzukehren, und einfach in die Abendsonne der Welt da draußen zurückzukehren.
Ich war gerade im Begriff mich umzuwenden, als ich einen Lufthauch in meinem Nacken spürte.
Im nächsten Moment legte sich eine kalte enge Masse über meinen Kopf. Jemand hatte mir eine dicke Gummimaske übergezogen, von einem Moment zum anderen sah ich nichts mehr und auch mein Gehör war mir praktisch genommen. Meine rechte Hand flog nach oben. Wo vorher mein Gesicht war, tastete ich nur kaltes, glitschiges Gummi. Dabei ließ ich den Blumenstrauß fallen, aber meine Linke klammerte sich immer noch um mein Handy. Routiniert nutzte die Herrin dies aus und schnappte eine Handschelle um mein Handgelenk, griff dann einfach nach meiner im dunklen rudernden Rechten und zwang diese zu meiner Linken auf den Rücken.
Ich wollte atmen, doch das Latex verhinderte dies. Die Maske hatte keine Öffnungen! Ich spürte nun die Nähe der Meisterin, ganz nah klammerte sie mich von hinten, und ich hörte sie amüsiert angesichts meiner plötzlichen Wehrlosigkeit lachen. Bevor Panik aufkam öffnete sie einen Reißverschluss an meinem Mund, so dass ich mit Anstrengung etwas Luft in meine plötzlich brennenden Lungen pumpen konnte.
Eben hatte ich mich noch im Fußgängerverkehr der Stadt befunden, und nun, nur zwei Meter weiter, hinter der Tür, befand ich mich ganz und gar den Launen der Fürstin Lady P. ausgesetzt. Nun legte sie mir zusätzlich ein breites, enges Metallhalsband um, das die Maske noch zusätzlich verschloss und meinen Kopf in eine gerade Haltung zwang.
„Mitkommen!“, herrschte sie mich an, den Griff fest an der Öse des Halsbandes, und dirigierte mich wie eine Puppe tiefer in ihr Reich. Ich folgte ohne jeden Widerstand, zu sehr war ich damit beschäftigt, durch die winzige Öffnung der Maske und das enge Halsband ausreichend Luft zu atmen. Ich spürte gleichzeitig wie die Unterwerfung durch Herrin, Stahl und Gummi einen Rausch der Geilheit in mir auslöste und wie mein Schwanz sich hart gegen den Hosenstoff drückte.
„Den Blumenstrauß hast du fallen lassen, sei besser froh wenn ich dich nicht fallen lasse!“, sagte sie scharf, während sie das Tempo noch erhöhte und ich durch einige Türen geführt wurde.
Die Herrin stellte mich im wahrsten Sinne des Wortes irgendwo in einem Raum ab. Ich war völlig orientierungslos, wusste nicht ob ich in der Mitte oder am Rand des Raumes stehe, wie groß dieser war und ob die Herrin noch bei mir war. Ich spürte lediglich einen dünnen Schweißfilm unter der Maske, weil der Raum gut geheizt und meine Aufregung und Erregung groß war. Ich war vollkommen hilflos, lediglich der Duft des Parfums der Chefin ließ mich erahnen, dass diese noch im Raum sein musste. Sie sprach nichts als ich dumpf ihre Absätze auf dem Boden hörte. Sie schritt um mich herum, und betrachtete mich so, wie der Käufer eines Pferdes wohl einen potenziellen Neuzugang mustern würde.
Die Meisterin öffnete den Reißverschluss an meiner Maske. „Mund auf!“, sagte sie leise und konzentriert, kurz darauf bohrten sich lederbehandschuhte Finger in meinen Rachen, bis mich ein heftiger Würgereflex überkam. Einige Male wiederholte sie das, jedesmal länger und tiefer, bis sie meine Reaktion mit einem knappen „Gut, Mund zu!“, quittierte.
Meine Gedanken überschlugen sich, wie war ich hier nur hingekommen, war dies wirklich real? Nach jahrelangen Gedankenspielen stand ich nun hier, und die Meisterin behandelte mich wie ein Objekt, kühl, fachmännisch und Gehorsam einfach selbstverständlich erwartend.
Ich keuchte noch von dieser Untersuchung, als Lady P. schon wieder die Maske bis auf ein winziges Loch schloss, so dass ich alle Konzentration auf meine Atmung legen musste. Blitzschnell wurde eine Kette in eine Öse vorn an meinem Halsband eingerastet, und die Meisterin machte sich an meinen Fußgelenken zu schaffen. Danach konnte ich meine Beine nicht mehr schließen, sie waren mehr als schulterweit auseinander gezwungen. Die Fürstin öffnete schnell meine Hose und zog diese ein stückweit herab. Ihre Hand griff routiniert nach meinen Hoden, meinen erigierten Penis nicht beachtend, und klammerte diese in einen stahlharten Griff. Der Schmerz war kurz darauf unerträglich, ich keuchte und wollte in die Knie gehen, was aber durch Kette und Spreizstange verhindert wurde.
Die Meisterin griff kurz an meinen Hintern, griff in meine Pobacken, tastete Bauch und Rücken ab, und zog dann die Hose wieder hoch. Immer mehr fühlte ich mich wie auf der Fleischbeschau, vielleicht war ich dies bald auch – Sklavenfleisch.
Lady P. trat langsam hinter mich, und öffnete den Reißverschluss vor meinen Augen, so dass ich etwas von dem Raum, aber nicht die Meisterin erblicken konnte. Ich blickte auf einen stabilen Käfig, so wie auf einen Köcher in dem sich bedrohliche Schlagwerkzeuge befanden. Rohrstöcke, aber auch gummierte Objekte die ich noch nicht kannte. Der Raum schien einzig und allein dem Zweck zu dienen, Sklaven wie mir eine äußerst konsequente Erziehung angedeihen zu lassen. „Das ist es was du brauchst, und das ist, was du haben kannst mein Lieber.“, sagte die Fürstin. Dabei knöpfte sie mir, hinter mir stehend das Hemd auf, streifte es beiseite.
Niemals kam Lady P. dabei in mein Blickfeld, ich konnte nur ihre Nähe spüren, als hin und wieder ihr Mantel meine Beine berührte und ich ihren Duft selbst durch das Gummi hindurch erahnen konnte. Was sich nun vor meine Augen schob, war so bizarr, dass ich dies niemals hätte erahnen können. Ich blickte auf eine Kanüle, wie sie beim Blutabnehmen verwendet wird. Damit verbanden sich so viele schmerzhafte Erinnerungen, das Metall glitzerte bedrohlich vor mir, und die Worte dazu „Dies wird nun in dein Fleisch eindringen.“, ließen keinen Zweifel an der Bestimmtheit der Person, die mich ganz in der Hand hatte. Der medizinische Geruch von Desinfektionsmittel drang in meine Nase, und meine Brustwarzen fühlten sich einmal ganz kalt an. Ich sah die Nadel aus meinem Blickfeld verschwinden und spürte die Spitze am Ansatz meiner Brustwarze. Dort ruhte sie, als die Fürstin den Druck langsam erhöhte, und dabei offenbar meine Schmerzreaktion musterte. Mit einem schnellen Stich drang die Nadel durch das Fleisch, man hörte die Luft zischend durch die Atemöffnung meiner Maske dringen, als ich die Zähne zusammenbiss.
Die Herrin spielte nun etwas mit meiner Brustwarze, um dann in einem ebenso gekonnten Ruck, die Nadel wieder zu entfernen. Lady P. drückte ein Papier auf meine Brust, tupfte somit die Blutstropfen ab, und knöpfte nach einiger Zeit mein Hemd wieder zu.
Die ganze Zeit war ich wie in Trance, meine Vorstellungswelt war von der Realität überwältigt worden. Je näher ich der Meisterin war, desto mehr erfuhr ich die Distanz mit der sie mich betrachtete und die das Verhältnis aus Sklaven und Sklavenhalter wiederspiegelte.
Die Herrin löste nun schnell Kette und Spreizstange, führte mich aus dem Raum und zur Haustür, wo sie auch die Handschellen entfernte. „Lege die Maske auf den Stuhl neben der Haustür, dann verschwindest du.“, waren die letzten Worte die hörte, dann entfernten sich ihre Schritte.
Ich genoss meine neu gewonnene Freiheit, legte schnell die Maske ab und trat durch die Haustür ins Freie, betrachtete nicht einmal mehr das Gummi, das mir so die Sicht genommen hatte. Zu sehr war ich bereits darauf trainiert, die Anordnung der Meisterin schnell umzusetzen und zu verschwinden.
So stand ich nun, mit leicht zerstörter Frisur, wieder in der nun tiefer stehenden Sonne und könnte dies alles nur geträumt haben, wenn ich nicht immer noch den süßen Duft aus Gummi und Parfum in der Nase gehabt hätte. Ich betrachtete die Kamera, durch die die Herrin mich nun betrachten könnte, und senkte den Blick vor dieser. Ein Knacken in der Sprechanlage war zu hören, und die Meisterin sprach die Worte, die mir sogar heute noch eine Gänsehaut bereiten: „Du hörst von mir!“.
Die Fahrt zurück in die Normalität des Zuhauses war wie in Trance, nach etlichen Kilometern griff ich nach dem Handy, das die Herrin mir in die Hosentasche gesteckt hatte, und sah, dass es gerade mal 20 Uhr 45 war, dass also ich gerade einmal eine halbe Stunde im Reich der Meisterin gewesen war. Und doch kam es mir wie Stunden vor. Mit jedem Kilometer, den ich mich entfernte, verschwand die Erinnerung, und abends am Esstisch spürte ich nur noch ein Prickeln in der Brustwarze.
Bereits am nächsten Tag begann ich die Begegnung zu verdrängen, und mich mit meinen Hobbies zu beschäftigen. Ich spielte mir vor, dass ich dies nun einmal ausprobiert hätte, aber im Grunde ja alles noch sei wie zuvor. Dies wollte ich mir beweisen. Jedoch ging mein Blick deutlich häufiger zum Handy als gewöhnlich, und bereits am zweiten Tag nach der Begegnung sehnte ich mich nach einer Botschaft durch Lady P.
Nach einer Woche war es schon so weit, dass ich wieder an den Klosterplatz fuhr, nur um noch einmal vor dieser Tür zu stehen. Nach einer weiteren Woche fing ich an zu glauben, dass ich mir das alles nur eingebildet, oder die Herrin mich vergessen hatte.
An einem Mittwochabend, viele Wochen später, beim Fußball in der Eckkneipe, bereits nach einem Bierchen – schaute ich auf mein Handy um ein Sportergebnis im Internet abzurufen. Der Blitz traf mich unerwartet – Ein Anruf in Abwesenheit, bereits 35 Minuten zuvor, von einer Nummer die ich nur allzu gut kannte. Die Meisterin hatte angerufen, und ich hatte es überhört.
Schlagartig vergaß ich meine Umgebung, das Handy fiel mir vor Aufregung aus der Hand, ich bückte mich danach und ging schnell nach draußen. „He, du hast es aber eilig.“. rief mir einer der Kumpels hinterher, doch ich hatte keine Gedanken mehr für diese Umgebung. Ich rief die Herrin sofort zurück, und nach endlosen sieben Ruftönen hörte ich nicht das neutrale „Ja ?“ des ersten Anrufs, sondern ein strenges „Wo bist du ?“. Diesmal antwortete ich sofort „In der Kneipe mit Freunden Herrin“, ich sah mich um und sah, dass ich mitten zwischen Rauchern stand, die vor der Kneipe ihre Zigaretten rauchten und bei dem Wort „Herrin“ amüsiert die Ohren spitzen, teils kicherten.
„Schön für dich, aber ich sage dir jetzt wo du in sechzig Minuten bist: Vor meiner Kamera, du wirst vorher noch in die Sterngasse gehen, dort ist Ellis Laden, ich habe dort etwas zurücklegen lassen, das du mitbringen wirst“. Ohne eine Antwort abzuwarten oder gar Widerspruch in Erwägung zu ziehen, legte die Herrin auf. Es war klar was zählte: Entweder ich würde in sechzig Minuten dort sein, oder eben nicht, dann hätte ich versagt.
Ich vergaß sogar zu bezahlen, alles an das ich denken konnte war, wie ich am schnellsten einmal durch die halbe Stadt kommen könnte, um das gesetzte Ziel zu erreichen. Mit dem Taxi fuhr ich in die Sterngasse, fand den Laden und trat ein. Ich befand mich in einem kleinen Sexshop, der seinen Schwerpunkt im Bereich Fetisch hatte. Die Verkäuferin, eine junge Dame die meine Tochter hätte sein können, schien mich bereits erwartet zu haben. Nachdem sie mir das kleine Päckchen überreicht und ich dieses bezahlt hatte, meinte sie jedenfalls, mich selbstverständlich duzend: „Andreas, glaubst du, das du dem Anlass angemessen gekleidet bist?“. Ich trug immer noch ein Fan T-Shirt, so wie eine schlabberige Jeans. Die Verkäuferin kannte somit die Fürstin, aber dies schien mir nur natürlich, fühlte ich mich doch bereits jetzt ganz von Lady P. gelenkt. „Nein, so kann ich unmöglich vor die Herrin treten“ sagte ich, „könnten Sie mir etwas angemessenes empfehlen?“.
Die Verkäuferin half mir bei der Auswahl, ich war jetzt sehr dankbar ihr gegenüber, mich vor einer großen Blamage bewahrt zu haben. In schwarzem Hemd und einer angemessenen Hose trat ich zehn Minuten später aus dem Laden um dann gerade noch rechtzeitig vor der Tür am Klosterplatz zu stehen. Dieses Mal hörte ich sofort eine Anweisung durch die Sprechanlage, noch bevor ich klingeln konnte. „Neben der Tür liegt eine Maske, diese setzt du auf“.
Lady P. hatte somit gar nicht eine Unpünktlichkeit in Betracht gezogen, sie hatte lediglich zur vereinbarten Zeit auf den Bildschirm geschaut. Für die Herrin war korrekte Diensterbringung einfach selbstverständlich. Der Türsummer ertönte, ich trat ein, und fand die Maske scheinbar so, wie ich sie zurückgelassen hatte. Schnell setzte ich diese auf, und war mit einem Mal wieder in der Zeit genau dort angekommen wo die letzte Begegnung aufgehört hatte. Vor Ehrfurcht sank ich auf die Knie, und hörte bald darauf die Schritte der Herrin näher kommen.
Unter der Maske stieß ich ein idiotisches „Guten Abend Herrin P.“ hervor, und biss mir sofort auf die Zunge, weil es dermaßen deplatziert war. Ich hörte die Herrin leise lachen, bevor ich eine schallende Ohrfeige bekam, die zum Glück durch das Gummi gedämpft wurde. „Du weißt hoffentlich selber, wie lächerlich du dich gerade angehört hast, steh auf!“, wieder ergriff die Herrin meinen Nacken und führte mich dieses Mal in ein anderes Zimmer, zumindest roch dieses intensiv nach Latex, ähnlich wie der Laden den ich eben besucht hatte.
„Ich werde nun diesen Raum verlassen, du darfst die Maske ablegen und das Päckchen öffnen. Darin befindet sich ein Keuschheitsgerät, das verhindert, dass du jemals ohne mich zum Orgasmus kommen kannst.
Ich lasse dir nun die Wahl, entweder ich finde dich in fünfzehn Minuten hier mit angelegtem Keuschheitsgürtel, dann wirst du mein Sklave sein – ich werde in allen Bereichen über dich bestimmen – und glaube mir, auch über deine äußere Erscheinung, so wie du heute in den Laden gekommen bist – Sarah hat mir natürlich berichtet – wirst du niemals mehr rumlaufen. Oder ich finde dich ohne Keuschheitsgürtel, dann wirst du wieder in deinen Alltag zurückkehren, so als wäre nie etwas gewesen.
Die Wahl liegt bei dir, überlege es dir gut.“

Lady P. verlies den Raum, und nach einigen Sekunden in denen die Worte nachklangen, legte ich die Maske ab. Um mich herum war nur schwärze, der Raum war über und über mit Latexgegenständen und Anzügen versehen, die Fenster waren mit schweren Lackvorhängen verschlossen. Im düsteren Licht packte ich den – erstaunlich kleinen und durchdacht wirkenden Keuschheitsapparat aus, und verstand recht schnell wie dieser funktionierte. Was die Frage der Gebieterin angeht – zögerte ich keine Sekunde. Ich legte das Gerät an, kniete, legte die Hände auf den Rücken und wartete auf die Rückkehr der Herrin. Einige Minuten später betrat diese den Raum, ich sah zunächst nur ihre Pumps, denn ich hatte ehrfürchtig den Blick gesenkt. „Ich sehe du hast dich entschieden, sieh mich an!“, mein Blick wurde von den durchdringenden, wunderschönen Augen der Herrin eingefangen. „Dies wird nicht leicht für dich werden, glaube es mir, aber du wirst es schaffen. Ich erwarte deine vollständige Bewerbung inklusive Lebenslauf morgen in meiner Post. Ich will alles von dir wissen, alles. Im Gegenzug hast du die Chance auf eine Probezeit. Hast du das verstanden?“.
„Ja Lady P., der Sklave wird die Bewerbung morgen fertig haben.“, wie antrainiert sprach ich in der dritten Person von der Person, die nun Lady P. gehörte.
„Gut, dann runter!“, ihr Finger wies sanft auf die Pumps, und ohne weitere Anweisungen schnellte meine Zunge in den Spalt zwischen Sohle und Boden, dort wo meine Sklavenkreatur hingehörte, gleichzeitig drang der Absatz des Schuhs in meinen Handrücken und die Herrin sprach lachend.
„Ich werde noch viel Spaß mit dir haben, ob du den auch haben wirst, liegt einzig allein an dir! Und noch etwas: Vergiss deinen Namen – von nun an bist du Sklave1548“.

ENDE

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s