Die Augen der Herrin

Der Sklave1548 betrachtet gerade die Augen seiner Sklavenhalterin. Er blättert die Fotos der Internetseite seiner Herrscherin langsam durch, und lässt den festen, ruhigen Blick auf sich wirken.

Wie oft haben diese Augen schon in ihm seine Schwächen erkannt, wie oft hat er den Blick vor ihnen gesenkt und sich auf die Knie begeben. Es hat sich für ihn viel verändert seit Herbst 2011, als er sich in die Hände seiner Fürstin zum ersten Mal begab. Dazu gehört auch die Art und Weise, wie der Sklave Fotos seiner Herrin betrachtet.

Er war am Anfang seiner Dienstzeit doch allzu sehr mit sich selber beschäftigt. Er malte sich aus wie seine Sklaverei so laufen könnte, was die Herrin denn in Bezug auf den Sklaven gerade unternehmen oder in die Wege leiten könnte. Dies war seinerzeit gepaart entweder mit Geilheit (Weil er ein Kopfkino von irgendeiner Aktion hatte), oder mit Angst (weil er Stundenlang auf sein Handy starrte, in Erwartung einer SMS oder eines Anrufs mit unterdrückter Nummer). Für ein bewundernde Betrachtung der Bilder seiner Herrin hatte er damals gar nicht die nötige Konzentration.

Er glaubt zumindest, dass er inzwischen gelernt hat, von solchen Gedankenspielen Abstand zu nehmen. Er weiß, dass er viel besser damit unterwegs ist, nicht seine eigenen Ideen in den gedanklichen Vordergrund zu stellen, sondern ganz einfach mal darüber nachdenkt, was seiner Chefin jetzt gerade gut tun könnte. Auch hat er gelernt, dass es wichtiger ist, das gut durchzuführen, was gerade angeordnet ist, als sich in ständig neue Ideen zu verstricken.

Wenn die Herrin etwas anordnet, hat sie guten Grund dazu, und er wird sich beim Betrachten Ihrer Augen bewusst, dass er als ein Diener der Göttin in einer besonderen Verantwortung steht, weil die Chefin sich auf ihren Sklaven verlassen können soll.

Stress-freie, unkomplizierte Benutzbarkeit – so verwandelt er den Blick der Herrin von einem strafenden in einen zufriedenen Ausdruck.

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