Die Begegnung – Teil 2

Der schwarze SUV glitt zügig hinaus aus der Stadt, hinein in kleine und spärliche Ortschaften und auf den Landsitz der Herrin zu. Lady Patricia steuerte den Wagen zügig und ließ den Achtzylinder dröhnen, spürte die Beschleunigung durch den ledernen Fahrersitz; auf dem ihr Kleid aus dem selben Material angenehm hin und her glitt. Sie trug eine große Sonnenbrille um etwas weniger erkennbar zu sein, fügte sich  in das finstere Interieur des Wagens, ganz in schwarzes Leder gehüllt. Lediglich die blonde strenge Frisur bildete einen Kontrast, sowie ihre gerade leicht geröteten Wangen. Sie wusste, dass diese Begegnung im Einkaufsmarkt eine ganz besondere, schicksalhafte war, und war geradezu euphorisch aufgrund der bizarren und perversen Möglichkeiten die sich auftaten. Sie kannte nicht einmal den Namen ihres eingesperrten Fahrgastes, hatte lediglich diesen einen Augenblick der Dominanz nutzen können, um zu erreichen, dass er ihr verfallen würde.

Patricia hatte den Wagen gewohnheitsmäßig im unbeobachteten Bereich des Einkaufszentrums geparkt, das Auto war eine Spezialanfertigung und abhörsicher. Kein Ortungssignal des Handys würde ihrem Opfer zu Hilfe kommen. Auch war sie sich sicher, dass er in seiner Betörung keinerlei Informationen an andere weitergegeben hatte. Er hatte nur diese unglaubliche Lady wiedersehen und ihr folgen wollen. Und das war ihm gelungen, denn die Falle hatte zugeschnappt, er war nun in der absoluten Dunkelheit des Käfigs, in den er sich selber begeben hatte.

Sie musste einige Umwege fahren, brauchte sie doch Zeit um ihren Plan zu schmieden. Einen Plan der ihrem Neuzugang nur einen Weg offen ließ: Immer tiefer und tiefer hinein in Unterwerfung und Abhängigkeit.

Nach einer knappen halben Stunde glitt der schwarze Mercedes in die Tiefgarage eines herrschaftlichen Anwesens hinab, dass sich in einem Seitental am Rande einer Landstraße am Waldrand befand. Das schwere hölzerne Garagentor wurde automatisch und lautlos geschlossen; die Lady stieg aus und öffnete die Kofferraumklappe mit der Fernbedienung. Es war nur das Klacken ihrer strengen hochhackigen Stiefel auf dem Betonboden zu hören. Dann Stille. Leichtes Knirschen von Leder als die Herrin sich nach vorne lehnt um nach Lebenszeichen zu lauschen.

Sie hörte es ganz deutlich, das aufgeregte, leichte hechelnde Atmen, die verkrampften Bewegungen in dem nun brutal engen Transportbehälter. Noch steckte ihr Opfer in seiner Straßenkleidung. Noch hatte er die Sinneseindrücke der Standard-Welt gut in Erinnerung. Seine Erfahrung beschränkte sich nur auf den Transport. Doch sie würde das ändern, würde ihn tief in eine neue Welt eintauchen lassen, eine Welt in der nur die Herrin und der Fetisch regierten.

Der wichtigste Schritt: Hilflose Fesselung.

Patricia entfernte sich von ihrem Fahrzeug, schritt langsam zu einem Metallschrank und entnahm ihm ein Nachtsichtgerät, dass hier in der waldreichen Außenlage, das eine oder andere Mal nützlich gewesen war. In Windeseile hielt sie auch drei weitere entscheidende Utensilien in Händen die im weiteren Verlauf sehr nützlich werden würden. Mit einem Kommando an die Sprachsteuerung des Hauses verlöschte das Licht und die Garage fiel in die Dunkelheit. Das Nachtsichtgerät ließ die Herrin die Restwärme des Motors gut erkennen. Zufrieden drücke sie einen Knopf auf der Fernbedienung an ihrem Schlüsselbund, und hörte wie mit einem  “Klick”, die Verriegelung an der Transportbox aufsprang.

Die unfaire Jagd konnte beginnen.

Matthias, der Sklave in der Transportbox, hingegen war von den Gefühlen hin und her gerissen, die Faszination der Herrin die ihn diesen törichten Schritte hatte tun lassen war in der letzten halben Stunde doch etwas abgeklungen und von dem Schmerz und klaustrophobischen Enge fast ganz abgelöst worden. Als der Wagen anhielt und er leise, ganz leise die Heels der Lady hörte, ahnte er bereits, dass die sie ihn selbst durch die geschlossene Box hindurch inspizierte. Eine Person deren Namen er nicht einmal kannte. Eiskalt schoss ihm durch den Kopf, dass er niemandem Bescheid gesagt hatte. Würde man sein Handy orten können ? Wahrscheinlich ja – so hoffte er jedenfalls.

Als die Tür des Käfigs einfach so aufsprang, ohne dass er ein Kommando hörte, schoss kurz ein wirrer Gedanke in den Kopf: Das Spiel ist zu Ende, er würde jetzt noch mal davonkommen.

Nichts geschah. Ungelenk faltete er seinen steifen, verkrampften Körper aus dem Gefängnis. Glitt unsicher hinaus die freie Welt und stellte er zu seiner Verwunderung fest, dass er sich allein in einer unbeleuchteten Tiefgarage befinden musste. Er roch die restlichen Abgase des Motors, Gummi, Kalk. Er war vollkommen frei, spürte das Blech des Wagens, tastete nach und nach sich weiter, würde bald das Garagentor spüren.Er hoffte, dass er bald einen Lichtschalter finden würde, denn die schwärze vor seinen Augen machte ihm langsam Angst.

Mit der Freiheit kam der Wunsch wegzulaufen, hinaus, an die frische Luft, weg aus der bizarren Situation. Er wusste, dass er sich selber hier her gebracht hatte, und sein Unterbewusstsein trieb ihn an, nach Auswegen zu suchen.

Plötzlich meinte er Atemgeräusche zu hören, reflexartig drehte er sich rum, sah erst nichts, dann zwei grüne Punkte, dann wieder nichts. Die Falle hatte zugeschlagen und ein schwarzer PVC-Beutel ohne Öffnungen wurde ihm über den Kopf und dann am Hals mit einer Kordel mit Einwegstopper zugezogen.

Die Herrin sprach ihn mit lauter und unmissverständlicher Stimme an, während die Hände des Sklaven Richtung Hals schossen, panisch an der Kordel reißend.

“Du bekommst nun keine Luft mehr, du wirst den Beutel nicht zerreißen können, er ist genau zu diesem Zweck entwickelt worden. In weniger als dreißig Sekunden wirst du panisch werden, in zwei Minuten ohnmächtig. Hände auf den Rücken für Luft !”

Der peitschende Tonfall ließ nur Gehorsam zu. Ein letzter Versuch und schon lagen die Hände auf dem Rücken in Handschellen.

“LICHT AN!” Dieses Kommando galt der Haussteuerung.

“HINKNIEN!”

Matthias war bereits auf einem Level der Atemnot, wo er sehr konzentriert sein musste um die letzten Reste an Sauerstoff auszukosten. Er wusste, dass er verloren hatte, chancenfrei gemacht durch ein Stück Plastik.

Die Lady brachte zusätzlich Fußschellen an und verband sie mit einer kurzen Kette mit den Händen. Jetzt erst schnitt sie das rettende Loch in die Maske, genoss dass gierige Keuchen, amüsierte sich über die trügerische Erleichterung.

“Ich lege dir nun ein Halsband an, dass ich jederzeit per Fernbedienung aufpumpen kann. Du wirst dann ohnmächtig werden. Sei dankbar, denn das Halsband lässt dich gehorchen!”.

Die Mischung aus Halskrause und Blutdruckmanschette wurde über die PVC Maske gelegt, ein kurzer Tastendruck und er höhte das vertraute Geräusch eines Blutdruckmessgeräts. Dann vermisste Matthias die Sanftheit der PVC-Maske. Dann ging er zu Boden.

Die Lady liebte wie dieser Plan aufging. Jetzt war ein Mensch vollkommen in ihrer Hand, jetzt würde sie ihn konsequent auf ihren Fetisch abrichten, süchtig machen.

Sie schenkte ihm Atem, und führte ihn tief hinein in das Gummiverließ um Matthias für immer zu verändern.

Fortsetzung folgt.

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Sklavenmarkt in China

Sonntag morgen in einer abgelegenen, anonymen, Industriestadt in China. Schnell hochgezogene Wohnsilos reihen sich aneinander, graue Fabrikhallen und eine verwirrende Zahl an Hinterhöfen, die mit den Trubel des Straßenverkehrs und der Menschenmenge geradezu übersäht sind. Es ist gerade Wochenmarkt, und trotz der trostlosen Fassade, quillt die Szenerie geradezu über von exotischen Lebensmitteln, Tieren und buntem Markttreiben. Was den allermeisten Besuchern jedoch engeht ist ein weiterer, geheimer Markt, unter ihren Füßen, in einer verlassenen unterirdischen Fabrikhalle.

Mit Genehmigung (und dank Bestechung), der örtlichen Behörden gibt es hier noch einen Sklavenmarkt alter Schule. Hierhin zog es Lady Patricia, die mit ihrer chinesischen Freundin, Herrin Lisa Chen, eine Rundreise durch die bizarren Seiten des Landes machte. Als Lisa die ersten Andeutungen machte, und auch jetzt, als der Lastenfahrstuhl nach unten fuhr, konnte sie die Existenz dieses Gerüchts einfach nicht glauben. Beide Damen fielen den normalen Marktleuten sofort auf, strenges, enges und schwarzes Leder, edelste Stiefel und vor allem eine dominante Ausstrahlung, wobei bei Herrin Patricia natürlich das westliche Aussehen und die blonde Haarfarbe hinzukamen.

Manch einer der Verkäufer wusste durchaus Bescheid darüber, was zehn Meter tiefer vor sich ging. Doch erst als das Gatter des Aufzugs nach oben fuhr, konnte Patricia es glauben. Hier war ebenso ein bunter Markt im Gange, jedoch war die Stimmung ernster, konzentrierter. Langsam drangen sie tiefer in den verbotenen Anblick ein. Zuerst fielen die Kunden ins Auge. Es gab durchaus noch Großgrundbesitzer die hier menschliche Arbeitstiere suchten. Diese schritten von Angebot zu Angebot, schauten sich die Zähne an, prüften Muskeln. Doch der überwiegende Teil waren – Kundinnen. Dominante, reiche Frauen, die einen Lustsklaven in ihrem Hausrat gut gebrauchen konnten.

“Möchtest du noch mehr sehen ?” , fragte Lisa geschickt. Ihr wahr der gierige Blick ihrer Freundin nicht entgangen. Auch war ihr bewusst, dass ein Sexsklave in Patricia’s Händen schnell an seine Grenze und darüber hinaus geführt würde. Ideale Vorraussetzungen also um ein gutes Exemplar zu ersteigern.

Sklave1548 war im hintersten Teil des Sklavenmarktes eingekerkert. Dieser Teil war reinen Masoobjekten vorbehalten, die Fesselung war rigoros. Er kniete in einem Bambuskäfig, ein Bambusstab als Knebel zwischen den Zähnen, die Arme Strappado an die  oberen Ecken des Käfigs gebunden. Es war keine Bewegung machbar, und die Schienbeine wurden brutal auf das steinharte Bambus gedrückt. Die Schmerzen strahlten aus, ein dünner Schweißfilm bedeckte seine Haut gleichmäßig. Es war so leicht hier zu landen. Erst hatte jemand Drogen in seinen Koffer geschmuggelt, dann war er damit erwischt, und nur wenige Tage später zu zwanzig Jahren Zuchthaus verurteilt worden… und als dann das Angebot als “Diener” bei einem Besitzer zu arbeiten…. da hatte er nicht lange überlegt.

Doch wie er hier in dem Käfig von der Decke baumelte fing er an seine Entscheidung zu bereuen. Westliche Exemplare waren hier zwar nicht außergewöhnlich, aber selten. Umso genauer nahmen es die Kundinnen mit der Prüfung der Ware. Es war erschütternd wie er hier betrachtet wurde, emotionslos wie ein Stück Vieh. Als Lisa und Patricia gerade in die gut besuchte Ecke traten, sahen sie etwas fassungslos wie Kaufinteressentin, eine mit einem teuren Latexmantel bekleidete Dame mit einem Holzspatel im Rachen des Sklaven herumbohrte um ihn auf “Schädlinge” zu prüfen. Gleichzeitig wog eine andere, zierliche Chinesin in schwarzem Lederkostüm den Schwanz von Nummer 1548 in ihrer Hand ab. Mit gekonnten Wichsbewegungen testete sie seine “Stehqualitäten” wie Lisa gerne übersetzte, mit der anderen Hand führte sie einen Elektroschocker auf das zwischen den Stäben wunderbar exponierte Poloch um die Schmerzgeilheit zu testen.

Lisa flüsterte ihrer Freundin zu: “Das ist Frau Li, die Gattin des Bürgermeisters, sie wird ihn ohne Zweifel ersteigern können!”

Patricia war interessiert und auch überrascht den Sklaven1548 hier wieder zu treffen. Sie würde nicht versuchen mitzubieten, weil sie auf Ihrer Reise zur Zeit schlicht keinen Bedarf an einem Sklaven hatte.

“Ist sie streng ?”, fragte sie neugierig, sah sie doch wie diese dämonische Asiaten, Durchgang um Durchgang einen quälenderen Mix aus Stimulation und Bestromung wählte. Zuletzt hörten sie nur noch das hecheln des in seinem Käfig zappelnden Häftlings.

“Sie ist der Teufel in Person”, antwortete Lisa.

Patricia trat näher, sorgte dafür, dass sie erkannt wurde. Hoffnung keimte auf in dem Blick den sie sah, Sehnsucht. Aber die Lady machte sich keine Illusionen, sie hatte einen wegen Drogenschmuggel Verurteilten vor sich. Ihm blieb nur der Weg nach vorne.

Patricia nickte Frau Li anerkennend zu, die gerade mit ihrer grausamen Prüfung fertig geworden war. Nun wurde der Käfig auf Hüfthöhe hinabgelassen und Patricia reichte der sadistischen Frau  einen bizarr großen Umschnalldildo.

Sie sah dem Sklaven 1548 fest in die Augen und sprach: “Ich werde dafür sorgen, dass sie dich ersteigert und erst dann wirst du wissen wie schön es im Gefängnis wäre. Du kommst hier nie wieder raus.” In diesem Moment drang Frau Li in einer kraftvollen Bewegung ein. Die Ladys ließen sich Tee reichen, und genossen noch eine Weile den exotischen Anblick, bevor sie zufrieden ihre nächste Reise-etappe antraten. Das letzte was sie sahen war, wie Käfig Nummer 1548, jetzt blickdicht verpackt. in die Luxuslimousine der Frau Li geladen wurde.

Patricia lächelte Lisa an: “Schön, dass er jetzt in guten Händen ist, nicht waht ?” .

 

 

 

 

Der Student – Finale

An einem kühlen Novembermorgen machte sich Lady Patricia auf den Weg nach Norden.  Genau zwei Monate nachdem sie ihren Studentensklaven in die Klinik von Herrin Kate abgegeben hatte, stand in diesen Tagen die Abschlussprüfung an. Patricia hatte sich detailliert Bericht erstatten lassen, und war von den Fortschritten ihres Sklaven Nummer 1548 sehr angenehmen überrascht. Dr. Kate hatte in den Jahren zuvor noch keinen Klienten in ihrer Anstalt gehabt, der nur ein einziges Mal den Straftrakt erleben durfte, und dies ließ nur auf absolut tadelloses und unterwürfiges Verhalten schließen.

Als Patricias Limousine mit Tagesanbruch in der einsamen Heidelandschaft an der Ostsee ankam, war sie selber überrascht wie Kate die Anlage erweitert und die Sicherheitsmaßnahmen verschärft hatte. Sie hatte sich mittlerweile ein richtiges Imperium aufgebaut, und ihre Sklaven in wichtigen Positionen in Staat und Gesellschaft untergebracht.

“Kate war schon immer etwas paranoid”, dachte Patricia sich, freute sich aber wie sehr ihre Freundin ihre Vorliebe für strikte Erziehung und weibliche Dominanz teilte.

Im Park der “Anstalt Kate Romero” angekommen, sah Patricia, dass die Vorbereitungen für die Abschlussprüfung im vollen Gange waren. Muskelbepackte, und nur mit Ketten und groben Umhängen bekleidete Arbeitssklaven bauten sogar eine kleine Tribüne auf, von der die Herrinnen das Geschehen würden verfolgen können. Daneben stand eine von Kates handverlesenen “Pflegerinnen”, die bei diesen Sklaven keinerlei Anschein mehr wahren musste. Die weiße Schwesterntracht war einem schwarzen Lederoutfit gewichen, Stiefel, Hose, Lederhemd und im Gürtel Peitsche und Elektroschocker immer griffbereit.

Patricia ließ den Wagen anhalten, und stieg aus. Sie würde die letzen Meter zur Klinik zu Fuß zurücklegen, und genoss den Anblick der verstriemten Körper in der aufgehenden Sonne. Der Aufseherin war die Ankunft der Lady nicht entgangen, und weil Patricia im Rang über ihr stand, begrüßte sie die Herrin mit einem angedeuteten Knicks.

Patricia nickte nur knapp, die Krankenschwester deutete dies richtig und stellte sich korrekt vor. “Willkommen. Mein Name ist Schwester Madeleine; und Herrin Kate hat mich beauftragt, Ihnen bei der Ankunft behilflich zu sein. Die Herrin wird in einer halben Stunde ebenfalls in der Anlage erwartet.”

Patricias geschärfte Sinne bemerkten im Augenwinkel, wie einer der Arbeitssklaven sich kurz auf einen Eimer setzte, das Gespräch der Damen ausnutzend. In einer fließenden Bewegung ging Madeleines feine Hand zum Griff der Bullenpeitsche und führte einen gut gezielten Schlag auf den Rücken aus. Die Pause war beendet.

Patricia schmunzelte: “Diese Methoden sind seit Jahrtausenden bewährt, und immer noch effektiv. Gut gezielt!”. Madeleine nickte. “Umso erfreulicher ist es, dass Herrin Kate ebenso auf traditionelle Tugenden wie Zucht und Ordnung wert legt.”

Patricia trug ein schwarzes, langärmliges Lederkleid,  dass in der morgendlichen Kälte dann doch etwas dünn war,  trotz der Latexoverknees die ihre Beine bedeckten. Schnell streifte sie sich den edlen, langen Ledermantel über, der ihre Figur gekonnt umspielte. Madeleine konnte nicht an sich halten, und knöpfte den Mantel eigenhändig zu. Sehr liebte sie das  Material Leder, und Dr. Romero legte viel Wert darauf, den Fetisch ihres Personals nach Kräften zu fördern.

Madeleine bot Patricia an, ihr die Stationen der Abschlussprüfung zu zeigen, und so schritten die beiden durch den gepflegten Klinikpark richtung Privatstrand. Madeleine war etwas kleiner als die Herrin und trug offenes blondes Haar, während Patricia ihres streng zurück gebunden trug, doch beide im Kontrast zu schwarzem Leder.

“Es gibt fünf Disziplinen”, erläuterte Madeleine die Grundregeln. “In jeder Disziplin scheidet ein Kandidat aus, so dass von den acht Sklaven nur drei übrig bleiben, die die Klinik verlassen werden. Die anderen fünf müssen sofort in den Straftrakt.

Patricia betrachtete mehrere Parcours, nicht alles war sofort ersichtlich. Lediglich die erste Station ließ sie sich im Detail erklären, weil sie sich später überraschen lassen wollte.  Die erste Station hieß schlicht “Ironman” und war am Strand aufgebaut. Hier würden die Bewerber ihre Fitness und Willen unter Beweis stellen. Im Sand standen zwei kniehohe, zehn Meter lange Mäuerchen, auf denen Sitzkissen platziert waren.

Madeleine schritt mit ihren Lederstiefeln durch den Sand, dabei machte sie sich wegen der Verschmutzung keine sorgen, wusste sie doch, dass im Schlosspark zehn gierige Sklavenzungen die Reinigung liebend gerne ausführen würden. “Die Damen werden später hier Platz nehmen. Die Delinquenten werden mir kurzen Fußketten und schweren Halseisen zwischen den Mauern hin- und herlaufen, bei jeder Mauer die Stiefel ihrer Herrin und Ausbilderin küssen und dies so lange tun, bis der erste nicht mehr kann. Derjenige wandert sofort in die Korrekturabteilung zu Frau Dr. Koltes. Ich denke alles weitere ist damit gesagt. Weil jeder schon mindestens einmal dort unten war, werden sie – gelinde gesagt – motiviert sein nicht schlapp zu machen.

Patricia genoss bereits die Vorstellung, solcherart dargebrachte Stiefelküsse zu erhalten. Sie schaute auf die Uhr. Es war jetzt 10 Uhr morgens, um 11 Uhr würde das Spiel beginnen. Die Anlage am Strand die jetzt so unscheinbar aussah würde Austragungsort eines bizarren Wettkampfs sein. Es war wirklich die Ruhe vor dem Sturm.

Eine Viertelstunde später begrüßten sich Kate und Patricia herzlich im Empfangssaal der Klinik. Auch wenn man sich schon Jahrzehnte kannte, gab es doch immer noch viel zu erzählen und so hatte das Aufeinander-treffen etwas ganz normales, privates und unscheinbares. Kate war wie immer zurückhaltend gekleidet, auch bildete sie einen farblichen Kontrast in roter Lederhose, roten Ledersneakers und einem weißen Kaschmirpullover.  Sie freute sich natürlich über die Komplimente hinsichtlich dieser wichtigen und erfolgreichen Einrichtung, die sich über zehn Jahre in der Provinz etabliert hatte. Die Klinik und der Staat arbeiteten mittlerweile geräuschlos und erfolgreich zusammen. Das System “Fünf  Monate Klinik, statt fünf Jahre Knast”, war sowohl kostensparend für das Gemeinwesen als auch attraktiv für die Insassen. Mittlerweile hatte sich auch eine immer wachsende Zahl von Patienten etabliert, die sich selber in die Klinik einweisen ließen um an einem Gewichts- oder Drogenproblem zu arbeiten. Patricia wusste hingegen, dass nicht immer alles so glatt lief, wie in den Hochglanzprospekten beworben. Kate würde ihr später die Aufbewahrungsboxen für die renitenten Insassen zeigen, diejenigen die immer und immer wieder den Straftrakt aufsuchten, so lange, bis Kate entschied, dass keine Besserung feststellbar sei. Diese Dauerhaftanstalt war der geheimste Teil der Klink, aber auch der Notwendigste. Kein Lichtstrahl drang dorthin, kein Laut drang daraus hervor.

Eine halbe Stunde verging wie im Fluge und Kate führte ihre Freundin nun in den Zwinger, wo unter anderem ihr Studentensklave 1548 zusammen mit sieben anderen Insassen angekettet stand. “Der Wettkampf geht in fünf Minuten an den Start, und die “Patienten” sind schon für den Strandlauf eingekleidet.” Kate streifte mit ihren Fingern über die bizarre Kluft. Alle acht trugen Overalls aus grobem braunen Wildleder, diese waren eng geschnürt worden und zusätzlich angefeuchtet, was die Körper in eine nach vorne gebückte, schmerzhafte Position zwang, während das Leder beim Trocknen sich noch weiter zusammenzog. Darüber: Eisenketten. Ein schweres Brustgeschirr, ein eisernes Halsband, einen halben Meter Kette zwischen den Füßen. “Das Sportoutfit wiegt 20 Kilogramm”, beantwortete Kate Patricias Frage. In Anwesenheit der Herrinnen knieten die Sklaven in ihrer erlernten Grundhaltung am Boden, den  Blick gesenkt. Kein Geräusch war zu hören. Alle waren in den letzten Monaten zur Perfektion erzogen worden und würden nun ihren Herrinnen keine Schande machen.

Patricia und Kate gingen nun gemeinsam an den Strand, wo die anderen Damen und auch das Klinikpersonal bereits gespannt auf den Beginn der Veranstaltung warteten. Häppchen wurden gereicht es wurde am Champagner genippt, es herrschte heitere Vorfreude. Kate machte sich mit einem Löffel an ihrem Champagnerglas bemerkbar und hielt eine kurze Ansprache.

“Zunächst möchte ich Euch alle hier in meinem kleinen Reich willkommen heißen. Ich möchte, dass ihr euch hier wie zu Hause fühlt, und einfach eure Zeit hier am Meer genießen könnt. Die Anlagen der Klinik stehen euch zur Verfügung, und wie ihr wisst, wird euch hier jeder Wunsch von den Lippen abgelesen.” Dabei ließ sie den Blick über die Häftlinge schweifen.

“Mit der heutigen Entlassungszeremonie setzen wir eine Tradition fort, die Zweimal im Jahr und das schon seit fünf Jahren fortbesteht. Wir wollen Beweisen, dass ihr nur bestes Sklavenfleisch aus dem Institut Kate Romero zurück erhaltet. Wer hier verfehlt, der wird gewiss in der Strafabteilung “repariert”, und kann in einem halben Jahr erneut hier stehen. Wie ihr seht werden Qualitätsprodukte bei uns groß geschrieben”. Kate sah rundherum zustimmendes Nicken.

Nun gab es einige Informationen zum Ablauf.

“Es ist jetzt… elf Uhr, ich denke um dreizehn Uhr stehen die glücklichen Gewinner fest. Doch zuvor kommen die fünf Disziplinen: “Ironman”, “Military”, “Modenschau”, “Lederpflege” und “Melken”. Ich denke die Bezeichnungen sind – fast – selbsterklärend. Sie hatte laut genug gesprochen, dass die Sklaven in ihren Lederoverall und Lederhauben die drohenden Worte verstehen konnte. Keiner rührte sich auch nur ein bisschen, wie sie da vor der linken Mauer  im Sand knieten.

“Ich denke damit ist alles gesagt, Ladies bitte zu den Plätzen auf den Begrenzungsmauern. Mit meiner Trillerpfeife werden die Spiele beginnen”.

Patricia blickte von ihrem Platz den Strand entlang bis zu dem Sicherheitszaun in einigen Kilometern Entfernung. Ein wunderschönes Fleckchen Erde, auch wenn es Jahrzehnte  den sowjetischen Militär gedient hatte. Wunderschön und absolut bizarr. Sie winkte sie sich knapp einen Diener heran, der ihr gekonnte den Nacken massierte, während vor ihren Füßen der strenge Wettkampf begann.

Kate moderierte die Ereignisse mit der Trillerpfeife. Mit jedem Pfiff mussten die Sklaven zur gegenüberliegenden, fünfzehn Meter entfernten, Mauer rennen und dort die Stiefel der Damen lecken. Diese waren natürlich voller Sand aber das spielte keine Rolle. Nach fünf Sekunden erfolgte der zweite Pfiff. Wer dann noch nicht die Zunge am Leder hatte, war zu langsam und wanderte in den Straftrakt. Wie ein Pendel liefen die nach vorne gebeugten, in Eisen klirrenden Sklaven hin- und her. Die Ermüdung machte sich schnell bemerkbar. Brauchten sie Anfangs zwei Sekunden, waren es bald drei, dann vier. Umso gieriger gingen die Zungen über das Leder der Stiefel, war es doch der einzige Moment des Ausruhens. Den Damen war schnell klar welcher der Sklaven ausscheiden würde, derjenige fing schon nach drei Runden an zu keuchen. Kate sah dies ebenfalls, und trieb den Kandidaten mit einem Kommando an. “1500, volle Konzentration, Dr. Koltes wartet”. Doch es half alles nichts, ein doppelter Pfiff aus der Trillerpfeife beendete die Runde. Zwei Wächter packten den armen Sklaven 1500, der jetzt das volles Ausmaß seiner schlechten Eigenschaften offenbarte. Unter dem amüsierten Gelächter der Sadistinnen wurde Sklave Nummer 1500 abgeführt. Dabei leistete dieser Widerstand und bettelte seine Herrin um Nachsicht an.

Die anderen Sklaven waren ebenfalls rührungslos, trotz der Erschöpfung der gerade gemeisterten Aufgabe. Sie hatte alle vermutet, dass ihr Mitinsasse ein Wackelkandidat war, aber sie mochten gar nicht abzählen gegen wie viele Regeln dieser soeben verstoßen hatte. Auch sie hatten bereits bemerkt, dass nicht jeder wieder aus dem Strafbereich von Dr.dent Koltes  zurückkam.

Die nächste Station – “Military” fand in der Parkanlage statt, hier waren lange Schlammlöcher ausgehoben, über die Stacheldraht gespannt war. Lady Patricia hatte die gute sportliche Leistung ihres Sklaven bemerkt und war hinsichtlich der nächsten Station optimistisch, auch wenn sie nicht wusste welche “Verschärfungen” sich Kate hier ausgedacht hatte. Die sieben Verbliebenen traten dann auch in mehreren Schichten Gummi zur Schlammschlacht an. In Ganzanzug, und Chemieoverall sowie Zwangsjacke würden sie sich vielmehr wie Maden voran bewegen. Jede Herrin bekam nun eine Fernbedienung, denn jeder Sklave war mit einem elektrischen Postöpsel versehen.

“Patienten! Ihr werdet fünfundzwanzig Meter weit durch den Schlamm robben. Das soll euch nochmal Eure Stufe auf der Rangordnung klar machen.  Ihr werdet im Schlamm nichts sehen können. Wenn ihr zu langsam seid, gibt eure Herrin euch per Funk ein Signal in den Allerwertesten, dann solltet ihr schneller machen, denn der Straftrakt wartet auf den Langsamsten”.

Nach dem Startsignal war es ein großes Vergnügen. Manch einer verlor völlig die Orientierung, und die Ladies machten von ihren Fernbedienungen ausgiebig Gebrauch. Auch hatten viele nun die aufgebaute Tribüne verlassen und feuerten ihr Eigentum nach Herzenslust an. 1548 hätte verloren, wenn nicht sein Nebenmann einmal vom Kurs abgekommen wäre. Auch dieser trat, wenn auch gefasst, den Gang zum Fahrstuhl in den Keller der Anstalt an.

Patricia wischte dem Studentensklaven den Schlamm von der Gasmaske, so dass er sie schemenhaft erkennen konnte, wie in einem Traum.  “Ich weiß, dass der Sklave es schaffen kann, zu seiner Herrin schaffen kann. Er wird es beweisen”. Dabei legte sich die behandschuhte Hand fest auf den gummierten Schädel. Für den Studenten war dies der beste Ansporn. Er strengte sich jetzt nicht mehr an um aus der Anstalt entlassen zu werden, sondern um seiner Besitzerin wieder dienen zu dürfen.

Die dritte Station, “Modenschau”, meisterte er mit Bravour. In der Aula der Klink schritten die gesäubertem Sklaven als Zofen umgewandelt durch die Reihen. Alle sorgsam hergerichtet, in seidenen Kleidchen, Strümpfen und extrem hohen Absätzen. Eleganz und Körperbeherrschung waren gefordert, trugen sie doch Tabletts vor sich die mit Krokodilklemmen an den Brustwarzen befestigt waren, auf dem Kopf wurde ein Buch balanciert. Berührte das Buch zum zweiten Mal den Boden, oder ging ein Glas zu Bruch, so würde der Kandidat die Klinik nicht mehr verlassen. Herrin Patricia genoss die Modenschau, sah wie perfektioniert die Zofen durch die Sitzreihen schritten, ab und zu anhielten, einen Knicks machten, damit die Gäste sich ein Getränk oder Knabberzeug von den Tabletts nehmen konnten.

Nachdem alle Klienten sich nach den ersten Stationen etwas hatten stärken können, und jetzt auf keinen Fall mehr verlieren wollten, dauerte es immerhin fünfzehn Minuten bis das erste Unglück geschah. Lady Melanie, die in einem grünen Latex-Designerkleid neben ihrer Freundin Patricia saß, hatte spontan entschlossen ihrem Sklaven etwas einzuheizen. Patricia kannte ihre spontane Ader und musste lachen, als Melanie eine kleine Lederpeitsche aus ihrer Handtasche zog. Ihr Sklave war so konzentriert, dass er dies nicht bemerkte und nur wenig später lag das Glas auf dem Boden. Wenigstens zeigte ihr Sklave das richtige Verhalten, bedankte sich für den Peitschenhieb und begann sofort mit der Reinigung des Bodens. Damit ersparte er sich sogar den Gang in den Strafbereich wie eine erstaunte Herrin Melanie von Kate erfuhr.

Die vorletzte Disziplin “Lederpflege” wurde an Ort und Stelle von den Zofen durchgeführt. Hier hatte der Student ein Heimspiel, hatte er doch bereits aus der Erziehung in seinem Kellerverließ genug Übung hierin. Die Herrinnen in ihren Leder- Lack- und Latexoutfits streiften sich nun mindestens ein schwarzes Lederteil über. Seien es Handschuhe, Stiefel oder Mäntel. Verlierer war derjenige, der beim Lecken des Leders innehielt oder eine Pause brauchte. “Ziel ist der Verehrung der Lederherrin Ausdruck zu geben. Wir legen den Verlierer spontan fest!”, erläuterte Kate diese Lieblingsdisziplin. Nach dem Startsignal genossen die Damen die konzentrierte Stille und die Aufmerksamkeit, als die Sklavenzungen ihnen einmal so nah waren wie seit langer Zeit nicht mehr. Es war offensichtlich wer sich wirklich anstrengte. Lediglich ein Kandidat, der auch bei den vorherigen Stationen immer im Mittelfeld mitgeschwommen hatte, fing mehrfach an zu schnaufen und zu schlucken. Schnell verschwand er in dem Fahrstuhl – nach unten.

So waren es nur noch vier. Kate entschied, dass nun eine Mittagspause vorgezogen wurden, denn die Auswahl hatte länger gedauert als üblich. Und so kam es, dass die verbliebenen vier Patienten zur Füßen ihrer Herrinnen sein konnten, in perfekter Zofenuniform unter dem Esstisch knieten, zwar auf dem harten Marmorboden, aber ihrer Besitzerin so nah. Hin und wieder ließen die Damen ein paar Essensreste zu Boden fallen, die gierig verspeist wurden. Für den Sklaven 1548 war alles wie früher, er war dankbar, so viel Erziehung genießen zu dürfen und freute sich auf den Dienst bei seiner Herrin. Wenn, ja wenn… er nicht wenigen Minuten ebenfalls im Aufzug nach unten landen würde. In dieser Ungewissheit taten die Sklaven, was sie in der Klinik am besten gelernt hatten: Sich ohne nachzudenken auf den Auftrag zu konzentrieren, was in diesem Fall eine gekonnte Massage der Füße ihrer Herrschaft war, während die ein Mittagsmenü genossen.

Das Finale fand im Inneren der Klinik statt. Die Zofen stöckelten in einen grün gefliesten Operationssaal. Der Geruch, die Kombination aus Gummi und sterilem, kalten Metall flößte allen Respekt ein. Generell galt, dass diese Räume in Kates  Universum für eindringliche, einschneidende oder atemberaubende Erfahrungen standen, die die  Deliquenten all zu gern verdrängt hatten.

In dem Raum standen vier Gynstühle. In jeder Ecke einer.

Die vier Kandidaten standen genau in der Mitte des Raumes, wieder in Grundhaltung, Kopf gesenkt, Hände hinter dem Rücken gefaltet, Unterlegenheit demonstrierend. Die Besucherinnen hatte sich an den Wänden verteilt, um einen guten Blick auf das Geschehen zu haben.  Kate erläuterte das weitere: “Zofen! Diese Disziplin ist schon immer die letzte Station der Auswahl. Hebt eure Röckchen.”

Die Sklaven folgten dem direkten Befehl der Anstaltsleiterin mit einem Knicks und perfekt-eleganter Ausführung. Darunter sahen die Ladies solide Keuschheitsgürtel auf glatt epilierten Körpern. “Die Sklaven sind in der Klinik natürlich keusch. Keiner hat seine Weichteile in den letzten Monaten berührt geschweige denn eine Erektion oder gar einen Orgasmus haben dürfen. Gewaschen und gemolken wurde da unten nur nach Einnahme von Schlafmitteln. Das Gefühl der Freiheit kennen sie nicht.”

Die Herrinnen nickten nur zustimmend mit dem Kopf, etwas anderes hatten sie gar nicht erwartet.

Kate fuhr fort: “Doch das ändert sich jetzt. Rauf auf die Stühle!” Die Zofen nahmen ohne Zögern Platz und ließen sich Hände und Füße fesseln. Gut sichtbar waren jetzt die schwarzen KG’s, die nun von den Krankenschwestern entfernt wurden.

Die Herrinnen bemerkten sofort die einsetzende Unruhe, die einmal in die kleinen Zofen fuhr. Nach der Anstrengung des Morgens und der Konzentration des Mittags spürten sie nun zum ersten Mal einen Lufthauch auf ihren Penissen, welcher allein schon eine fast vergessene Sehnsucht weckte. Aufgestauter Samen wollte dringend hinaus. Die Krankenschwestern streiften sich nun dünne schwarze Samthandschuhe über, alle das gleiche Modell.

“Jetzt beginnt die Auswahl. Die Patienten dürfen nun Abspritzen. Der Preis für denjenigen, der sich nicht beherrschen kann: Der Gang in den Straftrakt, Höchste Stufe: 3.  Der Preis für die anderen: Der KG wird wieder angelegt und es  geht mit der Herrin nach Hause. Das Personal ist speziell darin geschult die Zofen mit der Hand zu befriedigen. Dies ist absolut vergleichbar. Der Countdown beginnt… jetzt.”

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Man hörte nur das aufgeregte, angespannte Atmen der Zofen. Die Pflegerinnen saßen auf kleinen Rollhockern in Position und legten nun ihre Hände an die Genitalien. Die Damen beobachten jede Regung. Allein die Berührung des Samtmaterials genügte damit alle vier die Beherrschung verloren, alle Schwänze wuchsen hart Richtung Decke. Als der Countdown an der Wand von Fünf auf Null zählte, begannen die Bewegungen. In perfekter Synchronisierung hielt die Handstimulation zehn Sekunden an, nur um dann fünf Sekunden auszusetzen. Das leise Stöhnen wuchs zu einem immer unbeherrschteren Stöhnen und Betteln an. Die Ladies waren beeindruckt wie ausgehungert ihre Schützlinge sein mussten. Der Countdown wurde immer härter, die Pausen immer kürzer. Patricia glaube sogar 1548 mit den Zähnen klappern zu hören, den Straftrakt vor Augen und die Entscheidung darüber ganz in seinem eigenen Körper.

Nach zehn Minuten war es dann der Sklave von Lady Samantha der das Nachsehen hatte. Schubweise ergoss sich der weiße Schleim über dem Samthandschuh. Das genüssliche Stöhnen wich schnell einem unterwürfigen Jaulen. Die anderen Sklaven wurden sofort mit Eisbeuteln vor einem weiteren  Unfall bewahrt, während der unglückliche Sklave 1701 vom Stuhl abgeschnallt wurde.

Samantha, eine schwarzhäutige, hühnenhafte Sado-Lady, und Besitzerin von 1701 war außer sich vor Zorn. Nachdem sie ihm den Samthandschuh in den Mund gesteckt hatte, ließ sie es sich nicht nehmen 1701 mit in den Keller zu begleiten um für alle denkbaren Verschärfungen zu sorgen.

Die glücklichen drei hingegen krochen noch auf dem Boden des Operationsraumes auf ihrer Herrinnen zu, welche sich mit ihren Absätzen auf die hingehaltenen Hände stellten. Mit diesem Stempel wurden die Sklaven als Abgänger und Gewinner des Wettkampfs gekennzeichnet.

Kate gratulierte ebenfalls, sah sich die malträtierten Handrücken an und sagte: “Das sind doch die schönsten Medaillen, nicht wahr?”

“Jawohl Lady Kate!”, schallte es wie aus einem Munde.

Nur eine Stunde später nahmen die Ladies am Tor der Anstalt ihre Transportkisten in Empfang. In jeder Befand sich das Produkt einer perfektionierten Erziehung.

Bereits eine Woche später zog der Student als Leibsklave in die Villa der Herrin um, und machte Platz für seinen Nachfolger, der gerade im Internet eine günstige WG in einer gewissen Villa einer gewissen Stadt gefunden hatte….

ENDE-

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Begegnung

Es geschah an einem heißen, stillen Sommertag, in einem Einkaufszentrum am Stadtrand. Hier verschwand ein Mensch spurlos, und was noch viel erschreckender war: er tat es freiwillig.

Niemand hatte etwas bemerkt, bei der Hitze hatten die Menschen auch besseres zu tun als auf ihre Mitmenschen zu achten. Auf dem ohnehin fast leeren Parkplatz des Einkaufszentrums eilte man vom klimatisierten Auto so schnell wie möglich in die Drogerie oder den Supermarkt. Dort genoss man kurz die angenehmen Temperaturen und fuhr ebenso schnell wieder zurück nach Hause.

Matthias Spick hingegen ließ sich Zeit mit dem Einkauf. Er hatte an diesem Samstag nämlich nichts zu tun, und nutzte den Einkauf als Pause von Fernseher und Internet. Er wohnte jetzt schon drei Monate hier in der schwäbischen Kleinstadt; doch Freunde oder Bekannte hatte er noch keine gefunden. Also verdiente er erstmal Geld, machte als 24-jähriger Berufsanfänger fleißig Überstunden und besuchte ein Fitnessstudio als einzige Freizeitbeschäftigung, doch dies ebenfalls unter dem Vorbehalt “wenn ich es schaffe”. Sein Leben bewertete er selbst zur Zeit als Mittelmaß, er merkte wie er mehr und mehr sich der Internetpornographie hingab, seinen Fantasien freien Lauf ließ, jedoch nie den Mut hatte etwas in die Realität umzusetzen.

So schlenderte er mit seinem Einkaufskorb, sozusagen seinem Single-Ausweis, durch die Reihen von EDEKA, ohne Einkaufsliste, ohne Ziel. Zum Wochenende fuhr er meistens zu den Eltern nach Hause, er hatte nie Kochen gelernt, und von seinem ordentlichen Einkommen hatte er seine Versorgung gänzlich den Lieferservices überlassen. Hier im Supermarkt konnte er wenigstens so tun, als führte er einen normalen Haushalt, und außerdem war es eine gute Alternative zu der Hitze vor der Tür. Das Thermometer war auf 38 Grad geklettert, und auf dem Fußweg zum Einkaufzentrum hatte er bereits sein dünnes T-shirt durchgeschwitzt. Darunter trug er nur Nylonshorts und Turnschuhe.

Er hatte gerade einen Vorrat an Spaghetti in sein Körbche gelegt und bog in Gedanken versunken um eine Ecke, als er mit einer anderen Kundin zusammenstieß. Instinktiv schloss er die Augen und verfluchte sich selber, war er sich doch bewusst, dass dieses Versehen seine Schuld war. Dann hörte er den hässlichen Aufprall von Gläsern auf dem Boden. Doch etwas an dem Zusammenprall war anders gewesen, irritierte Matthias: Er war mit dem Einkaufskorb vor sich in die Person hinein gelaufen und hatte das Material Leder auf der Haut gespürt. Er hätte dies nicht erwartet, nicht bei dieser Hitze.

Jetzt öffnete Matthias seine Augen und sah den Schlamassel vor sich. Auf dem Boden lagen einige aufgeplatzte Gläser mit Tomatensoße, dazwischen Obst und andere Artikel. Und dann sah er in die eisblauen Augen einer jungen Frau, die seine 1,60 Meter sicher um zwanzig Zentimeter überragte. Einer Frau mitte zwanzig, die anders war als alles was er hier in dieser Umgebung erwartet hatte. Sie trug schwarzes Leder von Kopf bis Fuß. Die Körpergröße unterstützt durch kniehohe 15cm Highheel-Schnürstiefel, darin eine enge, dünne Lederhose, die die muskulösen Beine umhüllte. Darüber trug sie eine langärmlige Lederbluse, deren Hemdkragen hoch zugeknöpft war, die aber gleichzeitig das weibliche Dekolleté betonte. Das ganze war perfektioniert von einem hauchdünnen Ledermantel auf dessen Rückseite der streng gebundene, blonde Pferdeschwanz fast bis zum Po hinab hing. Selbst die Hände steckten in edlen schwarzen Handschuhen, die kurz vor den Manschetten der Bluse abschlossen.

Matthias wurde schwindelig. Er war in den letzten drei Monaten keinem Menschen so nahe gekommen, hatte keinerlei außerberufliche Kontakte. Und dann stieß er hier mit einer Person zusammen die einen perfekten Körper und eine unglaublich anziehende Ausstrahlung hatte und blamierte sich vollständig. Ohne zu denken was jetzt eine sinnvolle Reaktion wäre, ging er schon leicht in die Knie, fing an zu stammeln “Ent-“, ..”Entschuldigen Sie bitte…” aber konnte sich selber nicht entscheiden welches Verhalten nun angemessen wäre. Die Dame schaute sich die traurige Gestalt vor sich noch ein wenig an, sezierte ihn geradezu mit ihren Blicken. Matthias sah Zorn in den Augen aufsteigen, und wurde gerade zu erlöst als sie endlich etwas sagte.

“Entschuldigung angenommen. Hebe sofort die Sachen auf und wisch’ das weg! ”

Zufrieden sah sie, wie er erlöst lächelte und tatsächlich auf die Knie ging um die Sachen aufzuheben. Als er die wenigen Gegenstände wieder in den Einkaufskorb befördert und ihr hinaufgereicht hatte, sagte sie nichts. Er sah lediglich ein spöttisches Lächeln, dann drehte sie sich um, der Ledermantel berührte kurz seine Wange und sie Verschwand hinter dem nächsten Gang.

Diese Begegnung hatte etwas in Matthias ausgelöst. Hastig besorgte er sich einen Lappen, musste die Mitarbeitern des Supermarkts geradezu überreden, dass er die Soße selber aufwischen könnte. Ihm war vollkommen klar, dass er gerade der Anweisung einer Person Folge leistete, die ihn gar nicht mehr sehen konnte und die ihn sicher bereits vergessen hatte. Wahrscheinlich hatte sie sich über sein unterwürfiges Verhalten geradezu amüsiert. Aber die Dominanz dieser Frau war einzigartig. Trotz der Hitze wählte sie ein Outfit, dass ihre Erscheinung perfektionierte – Leder. Immer noch hörte er das Geräusch der Absätze, als sie sich langsam entfernt hatte, verglich ihre Eleganz mit dem alltäglichen Mittelmaß der anderen Kunden. Doch da war auch etwas anderes, die Selbstverständlichkeit wie sie ihn geduzt hatte, wie sie ihm ein knappes Kommando gab, und auch dieser prüfende Blick. All dass hatte ihm einen Befehl ins Gehirn gepflanzt, den sie nie aussprechen musste: “Folge mir!”.

Er musste diese Frau wiedersehen. Sein Job, sein Alltag, seine Umgebung: All das hatte er gerade vergessen. Er wollte nur so schnell wie möglich aus dem Laden raus und diese Dame wiedersehen!

Als er gerade bezahlt hatte, verfluchte er sich bereits, denn er hätte seinen Korb einfach stehen lassen können um Zeit zu sparen. Schnell lief er hinaus auf den Parkplatz. Doch sie war vom Erdboden verschwunden. Nirgends war die Perfektion in schwarzem Leder zu sehen – ihm war die Chance entgangen.

Es war eine verpasste Chance, mehr über sie zu erfahren, wieder ihr makelloses Gesicht zu sehen. Schnell lief er um das Einkaufszentrum herum, und sah am anderen Ende des Parkplatzes ein einzelnes Fahrzeug stehen.

Ein pechschwarzer SUV.

Er ahnte, hoffte, wem dieser Wagen gehören könnte und sah beim näherkommen die schwarzen Seitenscheiben und die offene Heckklappe. Von der Frau war nichts zu sehen, doch als seine Beine ihn, wie von einem Magneten gezogen, auf wenige Meter heranbrachten, hörte er den starken Klang eines V8-Motors und den kühlen Hauch einer auf Hochtouren laufenden Klimaanlage. Er sah eine Person am Steuer des Wagens, doch sie drehte sich nicht nach ihm um.

Jetzt stand Matthias im Schatten der riesigen Heckklappe, in seiner linken Hand sein lächerliches Einkaufskörbchen. Ein Märchen ging ihm durch den Kopf – war er das Rotkäppchen und sie die böse Wölfin?

Im Kofferraum erblickte er ihren Mantel, sorgsam zusammengefaltet. Daneben ein Käfig zum Transport großer Hunde, wie man sie öfters auf Parkplätzen am Stadtrand erblicken kann. Der Käfig war von innen schwarz ausgekleidet und auch seine Tür stand offen. Auf dem Mantel lag ein Zettel, auf dem wenige Worte standen.

“Wenn du dich wirklich entschuldigen willst – Wirf’ deine Einkäufe in den Mülleimer und klettere Kopf voran in den Käfig und schließe die Tür. Alles weitere überlasse mir. Falls du das nicht möchtest, schließe den Kofferraum und verschwinde! gezeichnet P.”

Er zögerte kurz, nur einen Augenblick. Er sah wieder ihren einzigartigen Blick, sah die einzigartige Chance. Sie würde ihm ihre Welt zeigen. Es war Samstag und er hatte ohnehin nichts vor. Sein Handy lag zu Hause, niemand würde stören.

Er stellte sein Einkaufskörbchen unter den Mülleimer, rechts neben den SUV. Ein schneller Blick nach links und rechts, niemand sah diese gut gewählte Parkbucht. Matthias kniete nun auf der Ladefläche, kroch nach vorne in die Umhüllung des Eisens. Er schloss die Käfigtür von innen, sah nun in die Finsternis.

Er hörte die Autotür, hörte die Stiefel auf dem Beton. Es gab eine Pause, sicher zwei Minuten. Seine Gedanken rasten. “Sie lässt mir eine Chance den Schwanz einzuziehen, ich kann mich noch umentscheiden, ich kann mich noch…”

“Klick”. Sie hatte laut und vernehmlich ein Schloss an der Tür angebracht. Der Kofferraum fiel ins Schloss und der Motor rumorte.

Die Fahrt ins Verschwinden hatte begonnen.

Das Sommerfest

Herrin Patricia war bereit auszugehen. Sie hatte sich mit ihren Freundinnen Vanessa und Pia getroffen, um bei der brütenden Hitze das Stadtfest zu besuchen. Nachdem die  drei auf dem Balkon ein paar Gläschen Champagner genossen hatten, machten sie sich daran ihre Outfits zu perfektionieren und aufeinander abzustimmen. Schwarzes Leder war angesagt, kurze Röcke, Hotpants und hochhackige Schuhe würden im Kontrast zu den blonden Damen stehen. Diesem Trio würde keiner dumm kommen, und sie waren in bester Partylaune.

Lady Patricia hatte  zudem dafür gesorgt, dass sie ohne Unannehmlichkeiten in der Menschenmenge unterwegs sein würden. Niemals würden die Damen auf Getränke warten müssen, auch brauchten sie auf keine Handtaschen aufzupassen oder gar Geld mitzunehmen. Für alles war bestens gesorgt, denn die Herrin hatte etwas besonderes geplant. Doch diesen Plan würde sie ihren Freundinnen im inneren ihres Ateliers erklären.

Also ging es nun, um fünfzehn Uhr, zunächst in den hauseigenen Kerker, während man von draußen schon die Musikkapellen des Stadtfestes hören konnte.

Patricia öffnete die Tür ihres Metallkäfigs, der mit schwarzer Folie verhüllt war. Vanessa und Pia waren der Herrin vom Balkon in ihr Domizil gefolgt, und hatten sich trotz ihrer luftigen Kleidung direkt vor einen Ventilator positioniert, denn die Hitze war kaum auszuhalten. Sie lauschten den einleitenden Worten ihrer Freundin, die gerade erklärte wer sie denn nun auf dem Fest so bedienen würde:

“Denn für all dies, und noch für einiges  mehr…”, sie zerrte an einer Kette, “nehme ich heute mein Sklavenschwein mit aufs Fest”. Heraus krabbelte eine Gestalt, die sicher keiner beneiden würde. Eine menschliche Silouette im Latexganzanzug, mit Kopfhaube, Handschuhen und Füßlingen, darüber ein transparenter PVC-Anzug, eine Eisenkette grob um den Hals geschlungen, an der die Herrin ihn nun in die Mitte des Raumes führte.

Vanessa war entsetzt. “Wie kann der das da drin nur aushalten ?”, sagte sie halb laut, allein der bloße Anblick der Bekleidung ließ ihr den Schweiß auf die Stirn treten.

Patricia hatte dem Sklaven die Ohren verstopft, aber sie sagte laut und streng genug, dass er es hören konnte: “Dieses Objekt hat Probleme mit seiner Transpiration und mir schon mehrfach den dreckigen Sklavenschweiß auf Parkett tropfen lassen. Deshalb muss er als Strafe und Training uns heute auf das Stadtfest begleiten.

Die Lady öffnete die  PVC Kapuze und entfernte die Latexmaske. Darunter war der verschwitzte Kopf ihres Opfers zu sehen. Die Farbe war noch gesund und nicht rot, wie Patricia zufrieden feststellte. Sie lächelte eiskalt.

Die Stimmung in dem Raum war einmal deutlich abgekühlt. Pia und Vanessa spürten, dass ihre Freundin heute etwas ungewöhnliches vorhatte und dass sie hier mit ihrem Sklaven Neuland betrat. Außerdem sahen sie einen Anflug von Zorn in den Augen – heute würde die Strafe im Vordergrund stehen. Unwillkürlich imitierten die beiden die Körperhaltung ihrer Freundin und blickten mit verschränkten Armen von oben auf den Sklaven herab, der sofort vor seiner Herrin auf die Knie gesunken war.

“Außerdem -” schallte die Stimme der Herrin, die nun sprach wie eine Richterin, “Außerdem hat die Sau Bier getrunken, während eines strikten Alkoholverbots !!!” Vanessa zuckte zusammen, hatte sie doch die verräterische Beobachtung in ihrem Bistro gemacht und sofort ihrer Freundin mit Beweisfoto gemeldet. Jetzt hatte sie gerade fast etwas Mitleid, denn die Strafe war rigoros.

“Deshalb wird der Sklave uns heute auf dem Fest dienen und uns in diesem Outfit begleiten. Er wird unsere Taschen tragen, er wird Getränke holen und natürlich alles gerne bezahlen. Er wird sich für uns bei Essens-Ständen anstellen und unser Leibwächter sein, wenn er uns nicht gerade Luft zufächelt.”

Die Herrin zog einen großen Fächer hervor, der dank seiner rosa Farbe nicht  zu übersehen war.

Patricia machte  eine kurze Pause, sah wie dem Sklaven tausend Gedanken durch den Kopf rasten. Er machte sich sicher keine Illusionen über den Ernst der Lage. Die Herrin pflegt bei solchen Ankündigungen niemals zu  scherzen. Also sah er sich schon als Belustigungsobjekt des ganzen Festes und als Fetischobjekt von den Securities abgeführt unter dem Gelächter der Menge. Doch auch daran hatte die Herrin gedacht.

Sie zog einen grauen abgewetzten Trenchcoat hervor, wie aus einem alten Detektivfilm.

“Damit du die Festbesucher nicht verstörst, ziehst du diesen Mantel an. Darüber wohlgemerkt, nicht anstatt”,  ihr war der kurze Hoffnungsschimmer in den Augen des Sträflings nicht entgangen.

Pia hatte weniger Skrupel als ihre Freundin, Vanessa. Patricia wusste, dass sie im Grunde eine Vollblutsadistin war, der es oft nur an Möglichkeiten mangelte ihrer Natur freien Lauf zu lassen und ihr konservatives Umfeld stellte sich unter dem Mädelsabend sicher etwas ganz anders vor. Sie bemerkte das erregte Glitzern in ihren eisblauen Augen. “Verdurstet die Sau uns nicht unterwegs ? Ich will am Ende nicht noch meine Sachen selber tragen müssen!”, ihre Hand verschwand unbewusst kurz im Bund ihrer knappen Lackhotpants. “Keine Sorge, ich habe an alles gedacht.”, dabei zog Patricia einen roten Bauhelm hervor, an dem links und rechts jeweils eine oben offenere Bierdose angebracht war. Schläuche führten zu einem Mundstück nach unten. Vorne prangte der Schriftzug “Ballermann”. “Über diesen ‘Saufhelm’ wird der Sklave genug trinken können, und wir können oben hereinschütten was wir wollen.”

Pia lächelte kalt. “Dann werden wir ihm seine Sauferei bestimmt abgewöhnen können, vielleicht kann er heute so viel saufen, dass er nie wieder Verlangen danach haben wird ?” Patricia erkannte die Andeutung – ihr gefiel wie ihre Freundin sich auf die bizarre Quälerei einließ. Sie machte sich eine geistige Notiz diese Charakterzüge weiter zu verstärken und ihr künftig mehr Möglichkeiten zu verschaffen ihrer dominanten Natur zu folgen.

Nun hieß es aber fertig werden, denn sie wollten noch eine der besseren Bands sehen und einen gute Platz an der Bühne bekommen. Also hieß es sich fertig anziehen, und den Sklaven vollständig in sein qualvolles Outfit stecken. An die Füße kamen kniehohe Gummistiefel, wo sich die rauen Mengen an Schweiß sammeln würden. Über die Latex und PVC Schichten kam der beige Trenchcoat, dessen Gürtel die Herrin mit einem kleinen Schloss sicherte. Der verschwitzte Kopf schaute oben heraus, auf den die Herrin nun den Trinkhelm setzte.

Doch sie wollte mehr, wollte, dass er keine Erleichterungen kannte. Deshalb trug der Sklave nun Kontaktlinsen mit völlig falschen Werten. Er konnte seine Umgebung nur verschwommen wahrnehmen, was ihm seinen Job erschweren würde, aber das konnte der Herrin egal sein. Für jede Maßnahme bedankte ihr Eigentum sich aufrichtig.

Auch der Hörsinn wurde ihm nun genommen. Auf die Ohren kam ein Kopfhörer aus dem in großer Lautstärke eine Blaskapelle spielte – die Ladies wollten nicht durch Sklavenohren belauscht werden. Lady Patricia wollte gerade  eine Flasche Cola aus dem Kühlschrank holen, denn so ganz ohne Flüssigkeit würde ihr Diener nicht lange durchhalten, als sie Pia in ihrem Rucksack kramen sah. Es kam eine Flasche Asbach zum  Vorschein, mit einem diabolischen Blick bettelte sie geradezu darum dem Sklaven eine Mischung in den Saufhelm zu schütten. Der Herrin gefiel die Idee sehr. Sie sah ihren betrunkenen, halb-blinden Häftling schon mit Tabletts voll  Sektgläsern durch die Menschenmenge torkeln.

Pia zögerte nicht lange und füllte den Weinbrand in die Dosen. “Auf Ex !”, zischte sie die Gestalt im Trenchcoat an, der Gehorsam am Trinkschlauch zog und sofort die Wärme des Alkohols in sich aufsteigen spürte.

“Du kannst aufstehen, wir sind fertig”. Die Hausherrin führte den Weg nach draußen an, und gleich nachdem sie aus der  Seitenstraße auf die Hauptstraße stießen, sah der Sklave sich schon von leicht bekleideten, feierlaunigen Menschenmassen umgeben. Laut sagte die Herrin: “Der Sklave geht fünf Schritte hinter den Herrinnen, sonst denkt noch jemand du gehörst zu uns!”. Dabei sah sie zufrieden wie viel Aufmerksamkeit die Gestalt in dem zerlumpten Mantel mit rotem Saufhelm auf dem Kopf, auf sich zog.

“Was’n das für ein Freak  ?”, war noch eine der netteren Kommentare, die ihr Diener dank der Kopfhörer zum Glück nicht hören konnte.

Der Sklave wiederum war gerade in der Hölle. Sicher zehntausend Mal hatte er sein Vergehen schon bereut, sich eingebläut, dies nie nie wieder zu tun. Gleichzeitig spürte er wie die Schweißströme aus den Armmanschetten strömten und er trotz der Stiefel eine deutliche Spurt hinter sich her zog. Hinzu kamen die vermaledeiten Kontaktlinsen, seine Hände sah er noch scharf, vor sich sah er die Herrinnen leicht verschwommen, doch vom dem eigentlichen Konzert würde er nichts außer verschwommener Silhouetten sehen können. Auch hörte er Blasmusik in einer grausamen Dauerschleife. Nicht einmal den Musikgenuss der Leute um sicher  herum würde er haben. So watschelte er in quietschenden Gummistiefeln seinen Gebieterinnen hinterher, nur noch von dem Wunsch getrieben, ihnen den bizarren Abend so angenehm wie möglich zu gestalten.

Auf dem Festplatz dann war die Herrin wirklich stolz und zufrieden auf ihren Diener. Die zugefächelte Luft spendete ihnen angenehme Abkühlung, und der Neid der Umstehenden war Ihnen gewiss. Für Getränkebestellungen wurden die Kopfhörer kurz abgeschaltet und danach sofort wieder angeschaltet. Mit jedem Befehl ging der leidende Gesichtsausdruck in einen unterwürfigen, bettelnden Ausdruck über. Mehr und mehr schien der Sklave sich in seine Rolle zu fügen. Lediglich Pia genügte das nicht, und sie setze ihm mit mehr und mehr ihrer “Mischgetränke” zu, aber Patricia hatte nicht vor ihrer Freundin Einhalt zu gebieten.

Dann kam der Punkt, als die Ladies auf die Toilette mussten. Die vielen Getränke und das ausgelassene Feiern forderten ihren Preis und nun hätte der lange Gang zu Dixie-Klo gestanden. Wenn, ja wenn..  die Herrin zeigte Pia den Inhalt ihrer Handtasche. Darin befand sich eine Latexkopfhaube, mit einer vor dem Mund angebrachten Pissoirschale aus Gummi.

Sie lächelte zufrieden als sie die Erleuchtung in den Augen ihrer Sado-Freundin sah. “Siehst du, das ist heute MEIN Mischgetränk für die Sklavensau. Er wird noch eine lange Nacht vor sich haben.”

In der selben Nacht, drei Uhr morgens.

Eine Gestalt im Trenchcoat sitzt auf einer Parkbank neben der größten Diskothek der Stadt. Für die umstehenden Partygänger ist er ein Bettler, vor sich hat er einen Hut. Für die Welt unsichtbar sind sein Hände hinter dem Rücken in Handschellen.

Die Damen hätten ihn natürlich niemals am Türsteher vorbei bekommen, und so wartet er brav auf deren Rückkehr im Morgengrauen. Der Sklave genießt nun die kühle Nachtluft und weiß, dass er die Strafe überstanden hat. Demütig sehnt er die Rückkehr seiner Besitzerin herbei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Student – Krabbelstube

Vanessa nahm in einem bequemen, dunkelgrünen Ledersessel platz. Sie saß, noch in ihrer Arbeitskleidung, zusammen mit den anderen beiden Bewerberinnen vor einem großen Schreibtisch aus Tropenholz, in den Räumlichkeiten der Anstaltsleiterin, Dr. Kate Romero.

Sie war geradezu ergötzt von der vorherigen Begegnung, und von den  Facetten, die sie an sich selber entdeckt hatte. Frau Schneider von der Sicherheitsabteilung hatte sie nach der Prüfung abgeholt und nach oben in den Verwaltungstrakt gebracht, den paralysierten Patienten achtlos hinter sich lassend. “Das war ausgezeichnet! Du bist mit deiner Bewerbung gerade einen Riesenschritt weitergekommen!”, hatte sie ihr lächelnd verraten, sofort zum kollegialen “du” wechselnd. Vanessa war begeistert. Alles an dem Gebäude wirkte so modern und exotisch neu, und sie freute sich über das Lob und wollte am besten gar nicht mehr hier weg. Sie konnte es sich ruhig eingestehen – sie genoss das Vertrauen, das man ihr hier zu geben schien und die damit verbundene Macht.

Das Büro befand sich im obersten der drei Stockwerke, und es war gigantisch. Sicher hundert Quadratmeter groß, eine Fensterfront mit Ausblick auf den Park, die Zaunanlage und die dahinter liegende Heidelandschaft. Der Boden war aus weißem Marmor, es gab mehrere Sitzecken mit Designermöbeln, drapiert auf Tierfellen. “Alles geschützte Arten versteht sich”, dachte sich Vanessa. Kate schien auf Luxus in ihren Räumlichkeiten Wert zu legen. Die linke Wand war mit Bücherregalen drapiert,  während die rechte Wand nahtlos mit riesigen Flatscreen-Fernsehschirmen bedeckt war, doch diese zeigten gerade nur ein virtuelles Bild der Parklandschaft. Direkt neben der großen Eingangstür zur linken war der wohl ungewöhnlichste Gegenstand zu sehen, und auch der einzige, der auf eine Klinik hinwies. Ein Zahnarztstuhl, der aber einem anderen Zweck zu dienen schien, denn er war über und über mit Gummischnallen versehen, und von sonderbaren Maschinen umgeben, von denen lose Kabel und Schläuche herabhingen. Am Kopfende des Stuhls befand sich zudem eine Art Helm, der wohl nach unten über das Gesicht geschoben werden konnte. Sie hatten wenig Gelegenheit gehabt, den Raum zu begutachten, denn nachdem Frau Schneider sie zu den Sesseln geführt hatte, betrat nur kurze Zeit später Kate Romero persönlich den Raum.

“Guten Morgen die Damen”, wurden sie von einer sofort sympathischen, erstaunlich jungen Frau begrüßt. Schnell erhoben sie sich und stellten sich vor. Vanessa schätzte Dr. Romero auf gerade mal Ende dreißig, sehr jung für eine Leiterin einer solchen Einrichtung, aber sie mochte in Wahrheit viel älter sein. Kate war mittelgroß, vielleicht eins-siebzig, kurze dunkle Haare, moderne Frisur, und dazu im Kontrast stehend, große, hellblaue Augen. Dabei hätte sie durchaus eine nette Landärztin sein können, roter Rollkragenpullover, schwarze Lederhose unter einem offenen Arztkittel, dazu Birkenstocks. Schnell schüttelte sie die Hände, und musterte dabei kurz die Bewerberinnen Cindy, Vanessa und Pia . Als Vanessa der Leiterin dabei direkt in die Augen sah, spürte sie wie das freundliche Lächeln für einen kurzen Augenblick verschwand und sie geradezu wissenschaftlich taxiert wurde. Diese Sekunde reichte aus um ihr eine Gänsehaut einzujagen, ihr Blick wich aus und sie sah hinter Kate auf den seltsamen Zahnarztstuhl.

“Oh, Sie interessieren sich für meinen Stuhl ?”, Kate hatte sofort bemerkt was das Interesse aller geweckt hatte. “Die Details zu erklären würde jetzt zu viel Zeit kosten, aber es ist ein wirklich besonderes Möbelstück, dass ich für Aufnahmegespräche verwende. Er ermöglicht eine wirklich, sagen wir mal, fokussierte und konzentrierte und vor allem ehrliche Gesprächsführung zwischen Arzt und Patient. Oder zwischen Klinkleiterin und Jobsuchenden, ganz wie Sie wollen.”, Kate sah zufrieden wie die Ankündigung die drei nervös kichern ließ.

“Aber nun zum wesentlichen. Setzen Sie sich bitte!”. Nachdem alle am zentralen Schreibtisch Platz genommen hatten, nahm auch die Anstaltsleiterin vor Ihnen Platz, und begann ein wenig abwesend in den Bewerbermappen zu blättern.  Kurz hielt sie inne, spürte sie doch für die Frauen vor sich unsichtbar, wie  ihre persönliche gummierte Lecksklavin unter  dem Schreibtisch ihrer Aufgabe nachkam, und anfing ihren ledernen Schritt zu liebkosen. Kate hatte sie am Vorabend unter dem Schreibtisch vergessen und war gerade selber überrascht von der Gier, mit der die Sklavin sich auf das Zentrum ihrer Lust stürzte.

Sie wahrte dennoch den kühlen Anschein und räusperte sich:

“Wie Sie wissen, behandeln wir hier keine einfachen Patienten. Wir sind hier ständig in Gefahr, denn zu uns kommen nur die gefährlichsten und krankhaftesten Fälle.”, sie ließ die Worte kurz wirken. “Sie alle drei sitzen nur hier vor mir, weil sie sich in der ersten Prüfung bewährt haben. Sei es mit dem Taser wie Vanessa, oder  mit dem Schlagstock wie Cindy und Pia. Wir können hier kein Personal brauchen, dass sich von den Klienten zu irgendeiner Nachlässigkeit verleiten lässt. Sicherheit für unser Personal steht in diesem Haus an oberster Stelle, und die kompromisslose Durchführung der Maßnahmen ist das wichtigste zur Erreichung von Sicherheit.  Ich hoffe das ist Ihnen klar ?”.

“Ja, Dr. Romero!”, kam es ohne zu zögern.

Kate fuhr fort: “Sie werden Ihnen Geschichten erzählen. Sie werden sagen, sie seien entführt worden, oder dass hier eine Verschwörung im Gange ist, oder dass ihre Stiefmutter sie hier eingewiesen hat um an das Erbe zu kommen. Solche Geschichten… Glauben sie ihnen kein Wort! Es gibt wenige Ausnahmen, die sich selber eingewiesen haben, doch auch bei diesen Klienten darf es keinerlei Abweichung von dem Behandlungsplan geben, wenn wir unsere Standards erhalten wollen….”, sie ließ dies ein wenig auf die beeindruckten Bewerberinnen einwirken.

“Wir machen nicht viel Werbung damit, aber wir haben eine hundertprozentige Erfolgsquote bei unseren Abgängern. Wenn sie denn jemals abgehen! Was Sie in der Presse so als “Sicherheitsverwahrung” kennen, findet meistens hier in dieser Klink statt. Wir sind effektiv und kostengünstig; und auf diese Weise eine Säule im Staatswesen die niemand zu kennen braucht.

Das Prinzip der Klinik haben sie vielleicht in den Broschüren gesehen, die im Eingangsbereich ausliegen: Wie erwarten zwanzig Tage absolut regelkonformes Verhalten. Sei es in den Krankenzimmern, sei es bei der Behandlung. Dazu gehört zunächst das Einstudieren von Regeln, aber auch genaues Befolgen von Anweisungen. Dies gibt den Klienten den stabilen Rahmen der ihnen im Leben fehlt. Wer das nicht schafft, bekommt eine Verwarnung und eine Sonderaufgabe, nach deren Erfüllung die Tage weiter herabzählen.

Beim zweiten Regelverstoß hintereinander allerdings, werden die verbrachten Tage gelöscht und der Patient startet wieder bei zwanzig. Zusätzlich muss er zwingend in den Korrektur-Trakt, den Frau Dr. dent. Marion Koltes leitet. Kein Klient möchte dort zweimal hin, aber viele sind auch dankbar für die Lektionen die sie dort lernen. Die Regeln sind recht einfach, aber unumstößlich. Ich denke Sie verstehen das Konzept?”.

Die drei nickten, Vanessa lächelte sogar zufrieden, denn sie mochte den konsequenten und offensichtlich effektiven Ansatz.

“Die nächste Station in Ihrem Bewerbungsverfahren sind Patienten, die sich nach einem einfachen Regelverstoß in der Sonderbehandlung befinden. Nichts außergewöhnliches, es kommt vor. Ihre Aufgabe wird sein, zum einen die Maßnahme zu überwachen, und auch etwaiges Fehlverhalten seitens des Klienten festzustellen. Dazu gehört vor allem, das Nichtbefolgen Ihrer Anordnungen. Seien Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst: Jeder weitere Regelverstoß führt die Klienten unweigerlich zu Dr. Koltes in die Korrektur und er steht wieder ganz am Anfang bei zwanzig Tagen, auch wenn er morgen vielleicht entlassen worden wäre!”

Kate stand auf, deutete dabei mit einem Kopfnicken auf  Vanessa. “Vanessa, Sie gehen zu unserer sogenannten Krabbelstube. Pia und Cindy, Sie werden im Park gebraucht, Frau Schneider holt Sie in Kürze ab. Vanessa, folgen Sie mir bitte.”.

Es ging im Fahrstuhl hinab, zurück ins Erdgeschoss. Kate eilte voraus, selten begegnete Ihnen anderes Personal, durchweg weiblichen Geschlechts. Vanessa freute sich hier quasi an der Seite der obersten Chefin durch die Gänge zu schreiten. Die Chefin hatte ihren Kittel geschlossen. Sie ignorierte das Personal, wurde aber selber mit einem respektvollen “Guten Morgen Dr. Romero” begrüßt.

Sie betraten den Behandlungsraum. Dieser war zweigeteilt, in der  Mitte befand sich eine Glaswand, davor ein Stuhl mit einem Bedienpult, dahinter ein leerer Raum, dessen Boden von der Tür aus nach links schräg anstieg, zu einem kleinem Plateau am oberen Ende, gut einen Meter über dem Boden. Das ganze war circa zwei Meter breit und fünf Meter lang. Auf Vanessas Seite der Glaswand war neben dem Bedienpult nur ein Metallschrank, in dem eine schwarze Gummifolie aufgehängt war. Sie stand vor einem Rätsel.

Kate entnahm das Gummiteil dem Schrank: “Das hier ist der Krabbelanzug”.

Sie erkannte nun ein Kopfteil sowie seltsame – Taschen – für die Extremitäten. An den Arm- und Beinenden, die viel zu kurz waren, waren Schaumstoffpolster angebracht. Über den Rücken lief ein Reißverschluss. Nachdem Vanessa lange genug gerätselt hatte erklärte ihre Chefin in spe die Funktion der Behandlung.

“Der Anzug ist das wichtigste Utensil. Er besteht aus 1,2 mm dickem Latex. Der Patient steigt über den Rücken ein, und geht mit den Ellbogen voran in die Armtaschen, sowie mit den Knie voran in die Beinsäcke. Ist der Reißverschluss erstmal verschlossen, kann er sich selber nicht mehr befreien, und auch niemals aufstehen, er muss auf Knien und Ellbogen robben. Der Kopf kommt in die Haube, die nur den Mund freilässt. Deine Anweisungen hört er durch Perforationen über den Ohren. Wir haben diese Behandlung speziell für Klienten entwickelt die sich schwere Straftaten zu schulden haben kommen lassen. Vergewaltiger. Solcherlei. Es hat eine unglaubliche Erfolgsquote, vorausgesetzt du unterstützt die Behandlung mit unnachgiebiger Durchführung.” Sie bemerkte, dass ihre Chefin bei der Erklärung sichtlich ins Schwärmen geraten war, in das sonst Porzellanartig-bleiche Antlitz war sogar etwas rot hineingeraten, auch war Kate ihr gegenüber ins “du” gewechselt. Vanessa hütete sich aber dies gleichzutun.

“Was hat es mit der Rampe auf sich?”, sie zeigte auf den Teil des Raums hinter der Glaswand. “Gut, dass du fragst, aber gedulde dich kurz, das erklärt sich nachher von allein.”

In dem Augenblick glitt die Eingangstür zur Seite, und eine Krankenschwester schob einen Rollstuhl mit einem darauf gefesselten Patienten hinein. Vanessa erkannte den Kandidaten den, sie zuvor mit dem Elektroschocker außer Gefecht gesetzt hatte. Die Krankenschwester,  schien sie gar nicht zu beachten, sondern entfernte sich sobald sie ihren Auftrag erfüllt hatte.

“Hier ist der Klient Nummer 1548. Namen gibt es während des Aufenthalts hier nicht. Er hieß im früheren Leben Marcel, ist aber ein Straftäter übelster Sorte.”, log Kate. Er wird dir Folge leisten, denn bei Ungehorsam geht es sofort in den Straftrakt und das will er sicher nicht noch einmal erleben. Weiterhin führt jedes unaufgeforderte Sprechen sofort dorthin, sowie das Wort “Nein” gegenüber dem Personal. Dennoch weißt du ja, wie du den Taser einzusetzen hast, ich vertraue dir in dieser Hinsicht mein Leben an.”.

Vanessa war zufrieden über diese Ehre. Schnell lösten Kate und Vanessa die Hand- und Fußfesseln die den Patienten am Stuhl hielten. Vanessa war ganz in ihrem Element. “Steh auf !”, schnarrte sie den Deliquenten an, ohne auch nur auf Kates Erklärungen zu waren. Sie ging zum Schrank und breitete den Strafanzug auf dem Boden aus, und öffnete den Reißverschluss. Kate notierte sich, dass sie die Personalleiterin belobigen würde, sie hatte offensichtlich den Riecher für ein Naturtalent gehabt.

“Leg dich mit dem Bauch dadrauf!”. Nummer 1548 befolgte die Anweisungen ohne zu Zögern, stellte keine Fragen, wollte nur zurück in seine normale Zelle und diese Behandlung durchstehen.

Vanessa faltete seine Arme und Beine ein, und ließ diese in  den Latextaschen verschwinden, schnell schloss sie den kräftigen RV und ließ das kleine Vorhängeschloss daran einrasten. Sie konnte sich ein schnippisches “Gute Nacht” nicht verkneifen, als sie auch die Kopfhaube von vorne nach hinten streifte und mit einem Reißverschluss verschloss.

Begeistert betrachteten sie ihr Werk. Aus einem aufrecht stehenden Menschen, hatte sie in wenigen Minuten ein kriechendes Gummiwesen gemacht, mit nur noch einer Öffnung zum Essen, Trinken und Atmen, und einer Perforation zum  Wasserlassen.

“Was nun?”, fragte sie, immerzu den Reflex unterdrückend dem Patienten ihre Hacken in den Rücken zu stemmen. Dies waren sicher professionell entwickelte Behandlungsmethoden, und sie wollte hier zumindest solange den Anschein waren, bis ihre Chefin das Zimmer verlassen hatte.

“Nun kommt er hinter die Glaswand. Die Methode ist einfach und wurde eigens von unserer Chef-Psychiaterin Jenny Romero entwickelt. Er bleibt hier genau drei Tage. Irgendwann wird er Durst verspüren. Dann muss er die Rampe hoch robben. Oben befindet sich ein Trog mit nahrhafter Flüssigkeit. Die Rampe ist Laufband, dass du in der Geschwindigkeit regeln kannst. Er muss also manchmal hunderte Meter bergauf robben für ein paar Schlucke Wasser. Je nachdem wie schnell du es laufen lässt. Es liegt an dir. Keine  Sorge, du bekommst schnell ein Gefühl dafür, auch wenn du merkst, dass er aufmüpfig wird oder zuviel Geräusche verursacht. Du kannst ihn aber auch jederzeit ohne Angabe von Gründen in den Straftrakt schicken. Die drei Tage hier macht er trotzdem voll.”

“Was war sein Vergehen?”

Kate sah kurz in die Akte und sah betrübt aus. “Masturbation in der Zelle… ich hoffe er bekommt das in den Griff. Manche Klienten machen es ungewollt im Schlaf, sie sind hier die traurigen Gestalten. Wir nennen sie unsere… Dauergäste.”

Von der netten Landärztin aus dem Büro war nichts mehr übrig. Vanessa merkte, dass Kate keinerlei Kompromisse bei diesen Straftätern machte. Kein  Wunder, dachte sie, sie will diese ja nicht einfach so wieder auf die Gesellschaft  loslassen.

Jetzt hatte Vanessa das Zepter in der  Hand. Sie fühlte sich gar nicht mehr als Bewerberin; insgeheim war sie sich sicher die Stelle bereits zu haben.

“Du hast es gehört!”, blaffte sie eiskalt die Gummi-Made an. “Los, hier entlang!”. Mit ihrer Schuhspitze steuerte sie den Delinquenten in den Behandlungsraum und schloss die Tür. Dann setzte sie sich ans Bedienungspult und betrachtet die vielen Einstellmöglichkeiten. Es war wirklich selbsterklärend: “Luftfeuchte 0…100%…. Temperatur 0…40 °C”… Beschallung / Lärmreiz …. Beregnung an/aus”…”

Kate sah den Glanz in Vanessas Augen, als sie gerade die Luftfeuchtigkeit auf 100% und die Temperatur auf 30 Grad hochregelte. “Krabbel die Rampe hoch!” , schallte Vanessas Stimme in ohrenbetäubender Lautstärke über die Lautsprecher.

Es sah wunderschön bizarr aus, wie das Latexobjekt sich quälend langsam vorwärts bewegte, gegen das entgegenlaufende Band ankämpfend.

Es bedurfte keiner weiteren Erklärungen. Zufrieden und wortlos verließ Kate den Behandlungsraum um Vanessas Anstellungsvertrag fertig machen zu lassen.

Anzug

Fortsetzung folgt.

 

 

 

 

 

 

 

Der Student – Die Bewerbung

Vanessa parkte ihren alten Opel Corsa auf dem Besucherparkplatz der großen Klinik. Das graue, abweisende Gebäude flößte ihr Respekt ein; nervös nestelte sie deshalb an ihrer Bewerbungsmappe, und überzeugte sich, dass sie tatsächlich fünfzehn Minuten zu früh war. In Gedanken ließ sie noch etwas die lange Anreise Revue passieren: Die lange Strecke Autobahn in Richtung Küste, die immer kleiner werdenden Landsträßchen, zuletzt die kilometerlange Fahrt durch menschenleeres Heideland, über einen Privatweg der im Navigationsgerät gar nicht existierte.

Eindeutige Hinweisschilder waren gefolgt: “Achtung Privatgelände, Kamera-Überwachung, Zutritt nur mit Berechtigung, Zuwiderhandlung wird zur Anzeige gebracht”. Deutlich und ungetarnt waren die dazu passenden Masten mit Antennen und Überwachungslinsen hinter schwarzen Glasglocken.

“Da fehlt nur noch <<Von der Schusswaffe wird Gebrauch gemacht>> “, sagte Vanessa zu sich selbst, und lachte dabei nervös.

Dieser Einrichtung eilte ein übler Ruf voraus und sie hätte nie gedacht, dass sie sich eines Tages hier würde bewerben müssen. Es hatte sich herumgesprochen, dass diese Klinik scheinbar jede und jeden einzustellen schien. Ehemalige Kolleginnen, die wegen gröbster Fehlhandlungen hochkant entlassen worden waren, waren hier scheinbar mit Kusshand genommen worden.  Dies und die sonstige Gerüchteküche um die “Forensik und psychatrische Besserungsanstalt Kate Romero”, hatten darauf schließen lassen, dass es sich hier um eine nicht ernst zu nehmende Einrichtung handeln musste, die ihrem persönlichen Anspruch an ihr Berufsbild “Krankenschwester” nicht genügen würde.

Zuletzt hatte sie schließlich den hohen, schier endlosen, doppelt gestaffelten Zaun, mit den nach innen weisenden Stacheln passiert. Das äußere Tor hatte sich automatisch geöffnet, nachdem ihr Auto kurz anhalten musste,  aber kein Wachpersonal war zu sehen. Offensichtliche war ihr Auto bereits mit dem Kameras erfasst worden und das Kennzeichen ebenso. Dieses hatte sie nämlich bei der Terminabstimmung angeben müssen, wie auch viele, viele, andere intime Informationen in den Bewerbungsunterlagen deren Bestimmung sie nicht einmal erahnen konnte.

So blickte sie nun aus ihrem kleinen Auto auf ein großes graues, fünfgeschossiges Gebäude, sicher 100 Meter breit vor ihr aufragend. Grauer Beton so weit sie sehen konnte, dazu silbrig reflektierende Fenster. Keines der Fenster war geöffnet, nirgends konnte sie hindurch blicken. Überhaupt war sie bis jetzt keinem Menschen begegnet – in der Luft lag lediglich ein Summen wie von einem Trafohäuschen, noch nicht einmal Vögelgezwitscher war zu hören.

Bizarrerweise stand das erdrückende Gebäude in einem großen, mit Blumenfeldern gesäumten Park, in dem sich auch ein kleineres, adrettes Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert befand, das aber von der eigentlichen Klinik überschattet wurde. In den Reklamebroschüren war das natürlich umgekehrt, dachte sie etwas verärgert, in diesen war ausschließlich das nette Häuschen und der Park zu sehen.

Der Blick auf die Uhr zeigte, dass es Zeit wurde sich vorzustellen. Vanessa stieg aus ihrem kleinen bunten Auto, und sah vor sich die dunkelbraune, undurchsichtige Drehtür des Haupteingangs, ebenerdig. Die  eigentliche Klinik war lediglich von  Schotter umgeben, nicht einmal ein Weg führte zu dieser Tür.  Neben ihrem Wagen standen zwei weitere Autos, in etwa gleicher Kategorie. Alter Polo, alter Lupo, beide ramponiert und sichtbar vollgemüllt. Offensichtlich war sie nicht die einzige Bewerberin und ebenso offensichtlich war sie nicht als einzige überpünktlich. Sie betrachtete sich noch kurz in der Reflexion der Drehtür. In dem kurzen telefonischen Erstkontakt hatte man ihr gesagt sie solle in der Kleidung erscheinen, die sie selber angenehm empfinden würde. Dennoch war ihre Wahl auf einen etwas spießigen Hosenanzug gefallen. Sie wollte nicht in Arbeitskleidung hier erscheinen, aber dennoch professionell wirken.  Vanessa bemerkte sehr wohl, dass sie jetzt sehr darauf bedacht war einen guten Eindruck zu machen, trotz ihrer Vorbehalte gegenüber der Klinik. Aber Not macht nicht wählerisch, und der Anruf der <<Anstalt Romero>> war vor zwei Wochen wie ein Segen gekommen. Nachdem in ihrer alten Anstellung ihre kleinen Privatgeschäfte mit Medikamenten aufgeflogen  waren, war sie dankbar dafür, überhaupt eine Chance auf Arbeit zu bekommen.

Plötzlich setzte sich die Drehtür in Bewegung, und Vanessa nahm unbewusst Haltung an. Dies währte nicht lange, denn die Person, die nun vor ihr stand, gehörte sicher nicht zur Klinik. Eine etwas pummelige, schwere Person mir kurzen schwarzen Haaren, in einem besseren Jogginganzug gekleidet, stark gepierct. Vanessa bildete hier den krassen Kontrast, groß, blond, blauäugig, gepflegt, noch nicht einmal tätowiert.

“Hi ich bin Mandy!”, im gleichen Moment hatte Mandy bereits eine Zigarette im Mund, die sie in einer fließenden Bewegung anzündete. “Ich war auch zu früh, sie haben gesagt wir können so lange draußen rauchen, willst du auch eine ?”. Dankend lehnte Vanessa ab, fassungslos über das ungepflegte Äußere ihrer Mitbewerberin, und deren intensiven Geruch nach Schweiß und Zigaretten. Auch schien sich jedes Vorurteil über diese Anstalt, sie dachte gar nicht mehr an Klinik, zu bestätigen. Welcher Arbeitgeber schickt seine Bewerber raus zum rauchen ?

“Ich bin Vanessa, danke dir aber ich geh’ mich dann auch mal anmelden”, sagte sie nur und schritt endlich durch die Drehtür die sich langsam in Bewegung setzte. Nach der irren Begegnung auf dem Parkplatz war Vanessa nun über das professionelle Ambiente überrascht. Sie betrat eine mittelgroße Empfangshalle, eine richtige Aula, nach oben offen und lediglich in einer Milchglasdecke endend. In der Mitte des Saales war lediglich ein runder Tisch mit vier schlanken Designerstühlen. In den Ecken des Raums ein Paar geschmackvolle Pflanzen und eine lange schwarze Theke aus Granit, einem Hotel nicht unähnlich. Zur linken und rechten jeweils eine schwarze gläserne Doppeltür.

Hinter der Empfangstheke saß in der Mitte eine junge, rothaarige Empfangsdame. Diese machte einen sehr konservativen Eindruck, trug einen weißen Arztkittel, bis zum Hals geschlossen, ebenso war ihr Haar zu einem strengen Pferdeschwanz nach Hinten gebunden. Als sie Vanessa erkannte, machte sie keinerlei Anstalten sich zu erheben.

“Vanessa Schuler?”. Dies war die einzige Begrüßung die in diesem Haus wohl für Bewerber vorgesehen war. Vanessa nickte nur. Auch dies führte zu keiner großen Reaktion. Immerhin den Namen erfuhr sie: “Katja Schneider. Ich bin hier zuständig für Empfang und Sicherheit. Wir werden uns noch öfter begegnen. Sie gehen jetzt durch die Tür zur linken, zweite Tür rechts, dort kleiden Sie sich um, die Einstellungstests beginnen sofort”.

Ihr schauerte bei dem Ton der in diesem Gebäude wohl vorherrschte. Auch rätselte sie, warum sie es bei ihr so eilig hatten, während Mandy zum Rauchen hinaus geschickt worden war. Aber die Ankündigung von Einstellungstests hatte wenigstens etwas konkretes an sich, und daher schritt sie ohne Zögern zu der großen Tür zur Linken, die sich scheinbar ohne zutun von <<Fräulein Katja>> geöffnet hatte.

Das etwas vertraute einerlei der Eingangshalle wich einem sterilen, langen Klinikflur, komplett in hellgrau gehalten. Zu beiden Seiten gab es schwarze Schiebetüren an deren Seiten ein rotes Licht leuchtete. Keinerlei Beschriftungen, keinerlei Geräusche. Sie fühlte einen  Sog, als würde sie nun immer tiefer in diese bizarre Anstalt gezogen werden. Dazu spürte sie nun aber auch – Neugier. Dies schien etwas gänzlich Neues zu sein. Vielleicht tat sich hier doch eine Chance auf?

Neben der zweiten Tür zur rechten leuchtete wie erwartet ein grünes Licht. Ein kurzes Annähern der Hand genügte und die Tür glitt geräuschlos zur Seite. Vanessa trat in den Umkleideraum. Dahinter ging die sterile Genauigkeit weiter. Auf einem Stahltisch lag ihre Schwesterntracht, daneben eine Folie mit Anweisungen. Sie sollte sich ganz ausziehen, nur sterile Kleidung war geduldet.

Wenige Minuten später hatte sie sich verwandelt und ihr gepflegtes Allerwelts-Outfit gegen eine blütenweiße Schwesternuniform ausgetauscht. Als die Privatsachen endlich in einem Spind weggesperrt waren fühlte sie mehr und mehr, dass sie vielleicht bald “dazugehören” konnte.

Als Letztes kam das ungewöhnlichste Utensil: Der schwarze Ledergürtel, der den besonderen Charakter dieses Hauses widerspiegelte. Daran waren befestigt: Handschellen, Schlagstock, ein Funkgerät, ein gelber Taser sowie Fläschchen mit Injektoren. Zufrieden schloss Vanessa den Gurt und spürte ein Prickeln ihren Rücken hinaufkriechen. Sie spürte ein neues Gefühl: Macht.

Vanessa betrachtete sich ausgiebig im Spiegel betrachtet und bemerkte wie angegossen die Uniform saß  (Der Begriff drängte sich ihr bei dem strengen, hochgeschlossenen Outfit auf, das gleichzeitig ihre üppige Oberweite gut zu Geltung brachte). Auch testete sie den Zugriff zu den Utensilien an ihrem Gürtel, dabei ging ihr Lächeln immer mehr in ein zufriedenes Grinsen über.

Nach einigen Minuten glitt die hintere Tür der Umkleide geräuschlos zur Seite. Schnell trat sie durch die Türöffnung, nur um unvermittelt ein Krankenzimmer zu betreten. Die Stille in dem Raum zeugte von der Sicherheit und Einsamkeit dieser Klinik: Das Rauschen der Lüftung und das Klackern ihrer weißen Schuhe waren die einzigen Geräusche.

Sie blickte direkt auf das  Krankenbett, darauf verteilt massenhaft Fixierungsgurte. Das System kannte sie bereits aus ihrer vorherigen Arbeitsstelle, wo auch gelegentlich fixiert wurde. Das Zimmer hatte ansonsten wenig mit einem Krankenzimmer gemein. Kein Tisch, kein Stuhl, kein Schrank. Seitlich wiederum eine der schwarzen Automatiktüren, auf der linken Seite eine hell erleuchtete Milchglasscheibe, die ein Fenster ersetzte.

Das Bett war  leer. Am Fuß des Bettes waren lediglich die Nummern “1548” auf einer Digitalanzeige zu sehen. Gerade als Vanessa hinter sich die Tür zugleiten hörte, spürte sie, dass sie nicht allein in dem Zimmer war. Sie hörte ein rasselndes Atmen, selbst durch das Rauschen der Lüftung hindurch. Dann sah sie ihn: Rechts hinter dem Bett kauerte ein nackter Mann an der Wand. Sie blieb wie angewurzelt stehen.

Dieser Mann schien sie nun auch bemerkt zu haben, denn sofort begann er sie anzuflehen, dabei immer noch die Wand anstarrend. “Lasst mich hier raus, bitte, ich bin geheilt, bitte lassen Sie mich raus, sie sind doch von draußen, helfen Sie mir”. Er sah sich nun zu ihr um, sie sah in das jugendliche Gesicht, er mochte 25 sein, und sah echte Hoffnung aufkeimen. Vanessa trat mit beruhigendem Lächeln näher und sagte:

“Wer immer sie hier rein gebracht hat, gehört bestraft. Mein Handy ist noch in der Umkleide ich hole Hilfe.”, dabei blickte  sie warmherzig und sah zufrieden, wie der in der Ecke kauernde Mensch Hoffnung zu schöpfen schien, sichtbar am Leuchten in seinen Augen:

“W…wirklich…?”

“Ja, ganz sicher”, Vanessa machte noch einen Schritt näher, kam auf Armeslänge heran und griff hinter sich.

Sie entsicherte den Elektroschocker.

Als sie das Teil in einer fließenden Bewegung ansetze und auslöste spürte sie eine nie gekannte dunkle Lust tief in ihrem Innern.

Es schien ihr, als habe sie sich doch im richtigen Haus beworben.

 

Fortsetzung folgt.

 

 

 

 

 

 

Berichte aus der Sklaverei